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Epilepsiezentrum Kleinwachau weiht Wohnanlage auf der Radeberger Schloßstraße ein

Epilepsiezentrum Kleinwachau weiht Wohnanlage auf der Radeberger Schloßstraße ein

Was wurde aus Radebergs ältesten noch erhaltenen Mauern? Antwort auf diese Frage verspricht der 22. Juni, wenn das Sächsische Epilepsiezentrum Radeberg sein jüngstes Wohnprojekt einweiht.

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Noch stehen die Gerüste an der Schloßstraße. Aber schon in einer Woche soll die neue Wohnanlage eingeweiht werden.

Quelle: Bernd Lichtenberger

Denn zu der Einweihungsfeier, die ganz bewusst im Rahmen des Bierstadtfestes stattfindet, haben Besucher die Möglichkeit, die Anlage, in der künftig 22 Menschen mit Behinderungen wohnen werden, in Augenschein zu nehmen.

Es war ein mutiges Vorhaben des Radeberger Planungsbüros Schubert und des Epilepsiezentrums, die maroden historischen Häuser zwischen dem Schloss Klippenstein und dem Radeberger Marktplatz zu sanieren und zu einer derartigen Wohnanlage umzubauen. Und das Vorhaben steckte voller Überraschungen. Dafür sorgte nicht nur die Bausubstanz aus dem 18. Jahrhundert, sondern auch der lange Winter. So hat sich der Bauzeitplan um ein ganzes Jahr verschoben. Selbst zur Einweihung müssen noch ein paar Wände trocknen. Soviel ist schon jetzt klar.

Umso größer sind die Freude und die Erwartungen der künftigen Nutzer. "Gemeinsam mit dem Planungsbüro Schubert sind wir stolz, der Stadt Radeberg ein Stück ihrer schönen Altstadt zurückgeben zu können", betont Martin Wallmann, Direktor des Epilepsiezentrums.

Durch den Bezug von eigenen Wohnungen bekommen Menschen mit Behinderungen eine Möglichkeit, ihr eigenes Leben in großem Maß selbst zu bestimmen. "Die Teilhabe als gleichberechtigte Bürger bedeutet somit auch mehr Lebenszufriedenheit", sagt Alexander Nuck, Sprecher der Einrichtung. Dabei gehe es keineswegs um ein Abschieben aus der Verantwortung des Epilepsiezentrums. Je nach Hilfebedarf der einzelnen Mieter unterstützen die Mitarbeiter des Epilepsiezentrums ganz individuell mit Begleitung, Pflege und der Erfüllung täglicher Wünsche, erklärt er.

Erfahrungen damit hat das Epilepsiezentrum in den vergangenen Jahren gesammelt, denn dem Wohnprojekt auf der Schloßstraße gingen andere ähnliche Projekte mit ambulanten und ganz individuellen Wohnformen voraus. Mittlerweile leben bereits 48 behinderte Menschen in eigenen Wohnungen in der Kernstadt Radeberg sowie in den Ortsteilen Liegau-Augustusbad und Lotzdorf, aber auch in Dresden.

Wer am 22. Juni auf der Schloßstraße zur Einweihung zwischen 11 und 13 Uhr nicht nur neugierig sein, sondern auch helfen will, sollte Gartenhandschuhe und eine Gießkanne mitbringen, erklärt Nuck. Denn es gehe darum, viele Blumenkästen zu bepflanzen, damit die neue Anlage richtig "aufblühen" könne. Für den guten Geist des Hauses sorgt die Wachauerin Karen Hobelsberger. Sie "schnitzt" ihn in dieser Zeit vor Ort mit ihrer Kettensäge.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.06.2013

Lichtenberger, Bernd

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