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Epilepsiezentrum Kleinwachau und Uniklinik Dresden arbeiten seit zehn Jahren zusammen

172 Operationen am Gehirn Epilepsiezentrum Kleinwachau und Uniklinik Dresden arbeiten seit zehn Jahren zusammen

Vor zehn Jahren wurde der erste Epilepsie-Patient am Uniklinikum Dresden operiert. Mittlerweile fanden im Rahmen des Kooperationsvertrags, den das Sächsische Epilepsiezentrum Radeberg und das Klinikum geschlossen haben, 171 weitere hoch-komplizierte neurochirurgische Eingriffe dieser Art statt.

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Eine junge Patientin wird mit dem EEG-Gerät auf die Ursache epileptischer Anfälle untersucht.

Quelle: Epilepsiezentrum Kleinwachau

Radeberg/Dresden. Vor zehn Jahren wurde der erste Epilepsie-Patient am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden operiert. Mittlerweile fanden im Rahmen des Kooperationsvertrags, den das Sächsische Epilepsiezentrum Radeberg und das Universitätsklinikum geschlossen haben, 171 weitere hoch-komplizierte neurochirurgische Eingriffe dieser Art statt. Das zehnjährige Bestehen der Zusammenarbeit haben beide Einrichtungen gestern mit einer Jubiläumsveranstaltung gewürdigt, bei der sich Experten unter anderem über den aktuellen Stand der Therapien informieren konnten. Dank der Zusammenarbeit mit den Dresdner Kliniken für Neurochirurgie und Neurologie müssen sich in Radeberg lebende Patienten nicht mehr an Spezialkliniken außerhalb des Freistaats behandeln lassen. Im Rahmen der Kooperationsvereinbarung werden Epilepsiepatienten in Kleinwachau und Dresden untersucht, um dann über ihre Behandlung zu entscheiden. Aufgrund neuer Erkenntnisse bei der Entstehung von Epilepsien im Erwachsenenalter lassen sich durch eine früh einsetzende medikamentöse Therapie schwere Verläufe des Anfallsleidens vermeiden. Hierzu tragen auch das vom Uniklinikum betriebene Kombinationsgerät von Positronen-Emissions- und Magnetresonanztomografie sowie spezielle Laboruntersuchungen bei. Damit lassen sich die Auslöser bestimmter Formen der Epilepsie zuverlässig identifizieren. Neben Hirntumoren und Entwicklungsstörungen sind dies Entzündungen.

Bei der Mehrzahl der Epilepsiepatienten reichen regelmäßig eingenommene Medikamente aus, um das Anfallsleiden wirksam zu bekämpfen. Doch bei rund einem Drittel der Epileptiker bleibt der Einsatz der Arzneien ohne Erfolg. Bei diesen Patienten besteht die Möglichkeit, die Quelle der Anfälle in einem bestimmten Areal des Hirns zu lokalisieren.

"Dies eröffnet dem Patienten die Chance, nach einem neurochirurgischen Eingriff wieder anfallsfrei zu leben - in einzelnen Fällen sogar erstmalig im Leben", sagt Dr. Thomas Mayer, Chefarzt am Sächsischen Epilepsiezentrum Radeberg. Hierzu entfernen die Neurochirurgen gezielt das als Ausgangspunkt der Anfälle identifizierte Hirngewebe. "Der Eingriff ist so begrenzt, dass die Leistungsfähigkeit des Gehirns nicht beeinträchtigt wird", erklärt die Direktorin der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, Prof. Gabriele Schackert.

Uwe Hofmann

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