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Epilepsie-Zentrum Kleinwachau wird neuer Träger der Radeberger Kita „Baumhaus“

Acht Jahre nach der Inbetriebnahme Epilepsie-Zentrum Kleinwachau wird neuer Träger der Radeberger Kita „Baumhaus“

Acht Jahre nach Inbetriebnahme der christlichen Kita „Baumhaus“ im Radeberger Stadtzentrum wird es zum Jahreswechsel auch einen Wechsel des Trägers dieser Einrichtung geben. Der bisherige Trägerverein „Ev.-Luth. Familienhaus Radeberg e.V.“ hat sich dazu entschlossen, zum 31.Dezember sein Engagement zu beenden.

Aus gutem Grund heißt die Kita „Baumhaus“. Neben der christlichen Symbolik ist es der alte Baumbestand des einstigen Friedhofs, in den sie integriert wurde

Quelle: Lichtenberger

Kleinwachau/Radeberg. Acht Jahre nach Inbetriebnahme der christlichen Kita „Baumhaus“ im Radeberger Stadtzentrum wird es zum Jahreswechsel auch einen Wechsel des Trägers dieser Einrichtung geben. Der bisherige Trägerverein „Ev.-Luth. Familienhaus Radeberg e.V.“ hat sich dazu entschlossen, zum 31.Dezember sein Engagement zu beenden. Weiter geführt wird die Christliche Kindertages- und Familienbildungsstätte unter der Regie des Epilepsiezentrums Kleinwachau.

„Wenn es gut ist, soll man aufhören“, begründet Thomas Israel diesen Schritt. Als Vorsitzender des bisherigen Trägervereins haben er, seine Frau und weitere Vereinsmitglieder in ehrenamtlicher Arbeit neben der eigenen beruflichen Tätigkeit das geleistet, was üblicherweise im Hauptamt gemacht wird. „Im Durchschnitt haben wir zehn Stunden pro Woche in das ,Baumhaus’ investiert“, sagt er. Und das mit Erfolg. Die Kita mit ihren 85 Plätzen, davon acht Integrativplätze, ist permanent ausgelastet. „Die 13 Mitarbeiter sind sehr engagiert und motiviert“, schätzt Kita-Leiterin Andrea Kretschmann ein. Damit habe sich die Kita so etabliert, wie man sich das schon vor der Grundsteinlegung im Jahre 2007 vorgestellt hatte, erklärt Israel voller Stolz.

Die Idee dazu stammt aus den Jahren 2001/2002. Geboren wurde sie angesichts der Tatsache, dass damals die bestehenden Radeberger Kitas wegen des plötzlichen Kinderbooms aus allen Nähten platzten. Doch anfangs sah man im Kirchenvorstand eher das Risiko als die damit verbundene Chance für die Kirchgemeinde, erinnert sich Israel. „Aber wir haben nicht locker gelassen, haben uns unter Baufachleuten, Rechtsanwälten und Pädagogen Mitstreiter gesucht“, fügt er hinzu. 2005 wurde der Trägerverein gegründet und schließlich konnten mit einem schlüssigen Betreiberkonzept und dem Projektentwurf auch die letzten Bedenken im Kirchspiel überwunden werden, auf dessen Grund und Boden die Kita errichtet werden sollte. „Es war ein Pilotprojekt in Sachsen. Das gab es so bisher nicht“, ergänzt Pfarrer Thomas Slesazeck, stellvertretender Vereinsvorsitzender.

In der Stadt stieß die „Baumhaus“-Idee angesichts des Kita-Platzmangels nicht nur bei christlichen Eltern auf offene Ohren. Auch in der Verwaltung und im Stadtrat. So konnte der 1,4 Millionen Euro teure Bau, weil er im städtischen Sanierungsgebiet lag, auch zu zwei Dritteln über die Stadtsanierung finanziert werden. Die darüber hinaus erforderlichen 400 000 Euro an Eigenmittel wurden durch großzügige Spenden aufgebracht werden, an denen auch das Epilepsiezentrum Kleinwachau mit 60 000 Euro beteiligt war.

Doch nicht deswegen ist der Trägerverein mit der Frage an den Geschäftsführer des Epilepsiezentrum herangetreten, ob Kleinwachau die Kita übernehmen würde. „Es liegt uns allen sehr am Herzen, dass das, was das Baumhaus ausmacht, weitergeführt wird. Dies kann nur erreicht werden, wenn wir die Verantwortung in Hände geben, die unser Grundanliegen einer christlichen und integrativen Kindertages- und Familienbildungsstätte auch weiterführen. Und das sehen wir im Epilepsiezentrum Kleinwachau mehr als gegeben“, erklärt Israel. Darin, das Kleinwachau bisher keine Erfahrungen als Kita-Träger hat, sieht er kein Problem. „Da haben wir großes Vertrauen.“

Epilepsiezentrum-Geschäftsführer Martin Wallmann verspricht: „Die wenigsten werden merken, dass es am 1. Januar einen neuen Träger gibt. Denn inhaltlich gibt es keine Veranlassung etwas zu verändern. Ich persönlich bin sehr glücklich darüber, dass wir mit der Kita „Baumhaus“ unseren Bildungsauftrag weiter ausbauen können. Neben unserer Förderschule können wir also bald auch frühkindliche Bildung anbieten und das Ganze sogar noch um den Schwerpunkt Familienbildung erweitern. Ich hoffe, daß wir der Aufgabe gewachsen sind. Immerhin ist es ein neuer Zweig für uns. Wir werden viel lernen müssen, ich denke aber, dass unser Potential noch nicht ausgeschöpft ist. Wir heißen deshalb alle Baumhäusler in Kleinwachau willkommen! Natürlich sehen wir uns als diakonische Einrichtung in der Pflicht, dass die Kita ihr ökumenisch-christliches Profil behält. Befürchtungen, die Kita zu einer heilpädagogischen Einrichtung auszubauen, möchte ich gleich den Wind aus den Segeln nehmen. Die Kita ist bereits heute eine integrative Kita, demzufolge ist ein gemeinsames Miteinander von behinderten und nicht behinderten Kindern hier schon seit Langem Alltag.“

Von DNN

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