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Entscheidung im Radebeuler Sportplatzstreit: Oberverwaltungsgericht weist Anwohnerklagen zurück

Entscheidung im Radebeuler Sportplatzstreit: Oberverwaltungsgericht weist Anwohnerklagen zurück

Der jahrelange Streit um das Weinbergstadion kommt zu einem Ende. Das Oberverwaltungsgericht Bautzen (OVG) hat die Klagen von Anwohnern gegen den Bebauungsplan für den Sportplatz in Radebeul-West zurückgewiesen, wie DNN auf Nachfrage erfuhr. Die Anwohner fühlten sich vom Fußballlärm auf dem Platz gestört, der eigentlich als Heimspielstätte des Radebeuler BC gedacht war.

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Das Weinbergstadion ist ein Zankapfel, weil Anwohner sich vom Fußballlärm gestört fühlen.

Quelle: Martin Förster

Seit Jahren tragen die RBC-Kicker deswegen ihre Heimauftritte im Lößnitzstadion aus, wo sie anders als im Weinbergstadion Miete zahlen müssen.

Das kann sich nun ändern. Zwar liegt eine Urteilsbegründung noch nicht vor, aber die Richter folgen wohl der Argumentation der Stadt, die das Umfeld um den Sportplatz in ihrem nachträglich erstellten Bebauungsplan als allgemeines Wohngebiet deklariert hat. Die Anwohner wollten die Gegend jedoch als reines Wohngebiet eingestuft sehen, wo die Verbote gegen eine Lärmbelästigung strikter sind. Im allgemeinen Wohngebiet ist dagegen ein Sportstadion nicht fehl am Platz.

Bis der Entscheid Wirkung zeigt, wird es allerdings noch eine ganze Weile dauern, ist Radebeuls Rechtsamtsleiter Michael Karlshaus überzeugt. Er rechnet damit, dass die Richter noch ein paar Monate brauchen, ehe sie die schriftliche Begründung für ihr Urteil zusenden. Dann haben die Anwohner einen Monat Zeit, um zu entscheiden, ob sie vor das Bundesverwaltungsgericht gehen wollen. Wenn nicht, wird der OVG-Richterspruch rechtsgültig. Dann will Radebeul allerdings ein Gerichtsverfahren gegen die Baugenehmigung für das Stadion reaktivieren. Dieses ruhte, solange über den Bebauungsplan noch nicht entschieden war.

In der Baugenehmigung sind solche Fragen wie Häufigkeit und Dauer der Platznutzung oder die Zuschauerkapazität geregelt. Karlshaus rechnet damit, dass sie nach derselben Logik wie beim Bebauungsplan als rechtlich einwandfrei eingestuft werden wird, gleichwohl müssen die Richter darüber noch befinden. Erst wenn die Baugenehmigung gilt, ist der RBC am Ziel. Er könnte dann Änderungsanträge stellen und so erwirken, dass etwa die erste Männermannschaft auch am Sonntag im Weinbergstadion spielen darf. Vor Beginn der neuen Saison wird es jedoch keinesfalls soweit sein. Außerdem sollten die Wünsche der Fußballer nicht allzu hoch fliegen, wie Karlshaus warnt. "Der RBC wäre gut beraten, den Ball flach zu halten und die Anwohner zu berücksichtigen", sagt er. Der Streit soll nicht nur juristisch ein Ende finden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.06.2013

Uwe Hofmann

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