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Enso Netz strukturiert bis 2017 das Hochspannungsnetz von Dresden nach Altenberg um

Enso Netz strukturiert bis 2017 das Hochspannungsnetz von Dresden nach Altenberg um

Die Enso Netz GmbH rüstet die Hochspannungsleitung ins Osterzgebirge für die Zukunft. Von Dresden bis Altenberg werden bis 2017 rund 24 Kilometer Freiluftleitungen erneuert, das Umspannwerk in Ulberndorf komplett umgebaut sowie eine acht Kilometer lange neue Trasse errichtet.

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Die Karte zeigt den jetzigen und künftigen Trassenverlauf und die Bauabschnitte: Während die rot und grün gestrichelte Linien erneuert werden, kommt der blaue Abschnitt neu hinzu und die schwarz gepunktete Trasse verschwindet.

Quelle: Enso Netz

Osterzgebirge. Dafür geht eine über 90 Jahre alte Leitungsstrecke für immer vom Netz. "Es ist das größte Bauvorhaben der nächsten Jahre", sagte Enso-Netz-Geschäftsführer Dr. Steffen Heine, als er das insgesamt rund 17,5 Millionen Euro teure Projekt am gestrigen Freitag vorstellte.

Die Arbeiten sind bereits voll im Gange. Bauarbeiter in blauen Kranwagen waren weit sichtbar in dieser Woche zwischen der B172 und A17 am Werk. Sie richteten neue Masten auf. Am Freitag kam nun die Leitung. Ein Strang der 110-Kilovolt-Freileitung war auf einer großen Trommel aufgewickelt, als die Seilzugmaschine ansprang. Nach rund zehn Minuten hing das Leiterseil auf rund einem Kilometer Länge. Es handelt sich zwar wie beim Vorgänger um eine 110-Kilowatt-Leitung. Allerdings ist das Kabel viel stärker. "Durch den größeren Leitungsquerschnitt kann mehr Strom transportiert werden", berichtete Dr. Carsten Protze, Gruppenleiter Hochspannungsleitung und Umspannwerk bei Enso Netz. Die nächsten 100 Jahre soll die neue Leitung nicht nur halten, sondern auch für die steigenden Leistungsanforderungen ans Stromnetz z.B. durch die Einspeisung von Strom aus Windenergie und Solaranlagen gewappnet sein.

Der eine Kilometer aus dieser Woche ist nur ein kleiner Abschnitt, der in diesen Monaten auf der aus dem Jahr 1956 stammenden Trasse erneuert wird. Insgesamt verlegt Enso Netz bis zum Jahresende elf Kilometer Stromleitung von Dresden bis Reinhardtsgrimma. Dafür werden 39 neue Masten gebaut. "Mehr als die Hälfte sind bereits errichtet", informierte Enso-Sprecherin Claudia Kuba. So wurde beispielsweise der Bereich Maxen bereits fertiggestellt. Dort steht auch der größte Strommast der Strecke. Er misst 33 Meter. Im Schnitt sind die Stahltürme "nur" 20 Meter hoch, damit aber immer noch höher als die alten. Dadurch steigt der Abstand zwischen ihnen von vorher rund 200 auf 300 Meter, weshalb künftig auf 43 Strommasten allein auf dieser Strecke verzichtet werden kann.

Im kommenden Jahr steht der Bau einer komplett neuen Trasse auf dem Programm. Sie wird sich auf acht Kilometern Länge zwischen Reinhardtsgrimma und Ulberndorf erstrecken. Im Folgejahr wird der bestehende Abschnitt zwischen Reinhardtsgrimma und Altenberg auf 13 Kilometern zukunftsfähig gemacht. Gleichzeitig erfolgt die Erneuerung des Umspannwerks in Ulberndorf. Die Arbeiten haben dort bereits begonnen. Bis zum Abschluss des Projekts 2017 wird sich die Anzahl der Masten sowie die Länge des Enso-Hochspannungsnetzes zwischen Dresden und Altenberg halbiert haben.

Zurzeit kommt der Strom fürs Osterzgebirge aus dem Umspannwerk in Dresden-Süd. In Höhe der Ampelkreuzung Bundesstraße 172/Autobahnzubringer zur Anschlussstelle Heidenau teilt sich die Trasse. Der eine Strang führt bis Ruppendorf. Die Strecke stammt aus dem Jahr 1921. Ab Ruppendorf fließt der Strom weiter über Ulberndorf bis zum Altenberger Ortsteil Hirschsprung. Die zweite Hochspannungsleitung verläuft ab der B 172 über Borthen, Maxen, Reinhardtsgrimma und Glashütte nach Altenberg. Sie ist in den 1950er Jahren entstanden.

Als Gründe für dessen Optimierung nannte Heine zum einen das Alter und den Zustand der jetzigen Leitungen. Zum anderen soll die Kapazität für die Zukunft gesteigert werden. So kann das neue Netz mehr Strom aus regenerativen Energien aufnehmen. Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge kamen Ende 2013 rund 33 Megawatt aus Windenergieanlagen und 38 Megawatt aus Photovoltaikanlagen. 16 Megawatt lieferten Wasserkraft- und Biogasanlagen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.09.2014

Silvio Kuhnert

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