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Endspurt auf der Baustelle des neuen Finanzamtes in Pirna

Alt und Neu verbinden sich Endspurt auf der Baustelle des neuen Finanzamtes in Pirna

Auf der Großbaustelle an der Ecke B 172/ Clara-Zetkin-Straße geht es in die heiße Phase. Ab November werden in das neue Behördengebäude die rund 300 Mitarbeiter der Finanzämter Pirna und Freital einziehen. Im Zuge einer Behördenreform des Landes bekommt der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ein Großfinanzamt.

Im Liebenauschen Vorwerk blieb eine historische Holzbalkendecke aus der Renaissancezeit erhalten.

Quelle: Juliane Weigt

Pirna. Auf der Großbaustelle an der Ecke B 172/ Clara-Zetkin-Straße geht es in die heiße Phase. Ab November werden in das neue Behördengebäude die rund 300 Mitarbeiter der Finanzämter Pirna und Freital einziehen. Im Zuge einer Behördenreform des Landes bekommt der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ein Großfinanzamt. Rund 23,5 Millionen Euro investiert der Freistaat in das Bauvorhaben.

Altes und Neues gehen ineinander über

Bauleiter Jens Schönfelder (l) und Ludwig Coulin vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB)

Bauleiter Jens Schönfelder (l.) und Ludwig Coulin vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB).

Quelle: Juliane Weigt

„Wir befinden uns derzeit im Endspurt“, so Bauleiter Jens Schönfelder. „Wir befinden uns im absoluten Zeit- und Kostenrahmen. Bis Ende Oktober ist das Bauwerk bezugsfertig.“ Im Inneren des Gebäudes sind dieser Tage die Maler aktiv, letzte Türen werden eingebaut, Innenhöfe werden begrünt, die Beleuchtung wird befestigt und den Böden wird der letzte Schliff gegeben. In der Info- und Annahmestelle, dem Punkt, an dem die Besucher zukünftig Kontakt mit dem Amt aufnehmen können, sind derzeit die Tischler am Werk.

Die neue Finanzbehörde in der Pirnaer Innenstadt besteht aus insgesamt drei Teilen: Vorwerk und Waisenhaus, die vor Baubeginn dem Verfall geweiht waren und einem Neubau. Alle drei Gebäude gehen nun nahtlos ineinander über. Insgesamt entstehen somit rund 7000 Quadratmeter Nutzfläche. „Das Besondere ist die Verbindung und der fließende Übergang von Alt und Neu“, findet der Bauleiter.

Dem Liebenauschen Vorwerk sowie dem Waisenhaus wurden wieder Leben eingehaucht. Die historische Bausubstanz beider Gebäude konnte größtenteils erhalten bleiben. Im ehemaligen Waisenhaus, deren äußerer Sandsteinfassade ein zartgrüner Anstrich verpasst wurde, wurden historische Treppenhäuser zur internen Erschließung aufgearbeitet und selbst Fensterbretter wurden mit alten Handwerkstechniken wiederhergestellt. Das Vorwerk beinhaltet künftig einen von drei großen Beratungsräumen.

Überbleibsel aus der Renaissance

Ein besonderes Schmuckstück im Vorwerk sind die Holzbalkendecken einschließlich der grün weißen Farbfassung aus der Renaissancezeit. „Es war eine große Freude, als wir die Holzbalkendecken entdeckt hat“, findet Ludwig Coulin vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB). „An der Stelle wird die Geschichte des Gebäudes sichtbar.“ Mehr als 200 Jahre war die Renaissancedecke hinter einer Holzdielung und einer Unterdecke aus Schilfrohr versteckt. Diese können allerdings nur diejenigen bewundern, die einen Termin beim Amtsleiter haben. Das Vorwerk wurde nach dem einstigen Festungskommandanten Johann Siegmund von Liebenau benannt, der das Grundstück erworben und bis 1660 daran gebaut hatte.

Zukünftig wird auch der verfallene Gasthof „Zum Blauen Hecht“ in das Ensemble integriert und wird eine besondere Funktion einnehmen: In der ehemaligen Gastwirtschaft entsteht dann die Scan-Stelle des Finanzamtes – denn auch in der Steuerbehörde setzt man auf Digitalisierung. Für Besucher stehen künftig insgesamt zehn Parkplätze zur Verfügung.

Wer übrigens schon einmal am zukünftigen Besuchereingang vorbeispaziert ist, hat es vielleicht schon bemerkt: Unmittelbar vor dem Eingangsbereich steht ein Zugang zu einem alten Keller. Der Schacht führt zu einem unterirdischen Übernachtungsquartier für Hufeisenfledermäuse.

Von Juliane Weigt

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