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Endspurt am Alten Posthof in Pirnas Innenstadt

Sanierung Endspurt am Alten Posthof in Pirnas Innenstadt

In der Pirnaer Innenstadt geht es voran. Im Sommer 2015 hatte die Stadt Pirna mit der Sanierung einer historisch wie auch stadtplanerisch zentralen Stelle begonnen: dem ehemaligen Posthof an der Breiten Straße.

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Vorher und Nachher: Architekt Michael Hamann im Innenhof des denkmalgeschützten Gebäudeensembles an der Breiten Straße in Pirnas Innenstadt.
 

Quelle: Foto: Juliane Weigt

Pirna. In der Pirnaer Innenstadt geht es voran. Im Sommer 2015 hatte die Stadt Pirna mit der Sanierung einer historisch wie auch stadtplanerisch zentralen Stelle begonnen: dem ehemaligen Posthof an der Breiten Straße 2. Ein „Schmuckstück“, findet Architekt Michael Hamann. Vom Umbau sind inzwischen drei Viertel geschafft, schätzt er.

Entlang der Königsteiner Straße sind die Gerüste an den Fassaden der jüngeren Gebäude schon demontiert. Am älteren Gebäudeteil entlang der Breiten Straße sowie dem Eckbereich zur Königsteiner Straße, der die historische spätbarock-illusionistische Fassung erhält, sind die Restauratoren noch am Werk. Am Neubau des Museumsdepots wird die Fassade Ende September fertiggestellt und abgerüstet sein.

„Eine Besonderheit ist der historische Dachstuhl – einige Balken sind 300 Jahre alt“, sagt Michael Hamann. „Das ist das Wertvollste des gesamten Ensembles.“ Auch eine Treppe im Erdgeschoss konnte weitgehend aus den ursprünglichen Teilen zusammengefügt werden. „Die Einzelteile waren im gesamten Haus verstreut.“

Die Rohbauarbeiten konnten im Juni dieses Jahres abgeschlossen werden. Größtenteils geschafft ist auch der Innen-Ausbau, der im März begonnen hatte. Derzeit werden noch die Lüftungsanlagen installiert, letzte Trockenbauarbeiten erledigt sowie Fenster und Türen eingesetzt. Im Anschluss beginnen die Malerarbeiten. Ab Ende September wird die Grundmauer entlang der Königsteiner Straße saniert. Daran schließen sich die Arbeiten an den Außenanlagen.

Nach weniger als einem Jahr Bauzeit wehten bereits die bunten Bänder des Richtkranzes auf der Innenhofseite über der Gebäudegruppe. Und ein weiterer Meilenstein wurde mit der Wahl der Farbgebung für die Fassade passiert.

 Gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalschutz, der Unteren Denkmalbehörde und den Architekten unter Einbeziehung der Bürgermeinungen entschied sich die Stadt Pirna als Bauherr dafür, die Fassade der alten Posthalterei spätbarock illusionistisch zu gestalten. Die Verwaltung hatte zuvor die Varianten im April dieses Jahres öffentlich zur Diskussion gestellt. Pirnaer Bürger konnten mit über die Neugestaltung der Fassade entscheiden. Das eindeutige Ergebnis wurde nur knapp einen Monat später öffentlich: Etwa 200 Pirnaer teilten der Stadtverwaltung ihre grundsätzliche Ansicht zur Fassadengestaltung mit. Die große Mehrheit hatte sich für die Umsetzung der spätbarocken illusionistischen Gestaltung und gegen die Canaletto-Variante entschieden.

Künftige Nutzer des Ensembles sind die Stadtentwicklungsgesellschaft Pirna (SEP) und die Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna (KTP). In den Neubau an der Westseite zieht das Museumsdepot mit seinen insgesamt 80 000 Exponaten und Schauraum ein. „Pirna hatte noch nie ein Magazin, in dem alles untergebracht wurde“, betonte Museumsleiter René Misterek. Bis dato gab es nur mehrere Interimslösungen.

Insgesamt kostet die Sanierung des alten Gebäudekomplexes voraussichtlich rund 3,4 Millionen Euro. Davon kommen 2,6 Millionen Euro als Fördergelder von Bund und Land.

Am 3. Dezember, noch bevor die künftigen Mieter den neu sanierten Posthof beziehen, sind Pirnaer Bürger zu einem Tag der offenen Tür zwischen 13 und
16 Uhr geladen. An diesem Nachmittag erhalten die Besucher einen Einblick in die frisch sanierten Räumlichkeiten und können das Haus bei Führungen erkunden.

Von Juliane Weigt

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