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Elche brechen im Wildgehege Moritzburg aus – vom Elchkalb fehlt seither jede Spur

Moritzburg Elche brechen im Wildgehege Moritzburg aus – vom Elchkalb fehlt seither jede Spur

Am 16. Juni wurden im Wildgehege Moritzburg zwei Elchkälber geboren. Nachdem einer bereits wenige Tage nach der Geburt tot aufgefunden wurde, scheint nun auch das zweite Elchkalb verstorben.

So idyllisch geht es derzeit im Schweinfurter Wildpark zu. Diese Bilder wird man aus Moritzburg wohl so schnell nicht mehr sehen – dort ist das Elchkalb verloren gegangen.

Quelle: dpa

Moritzburg.  Die Freude währte nur kurz: Am 16. Juni wurden im Wildgehege Moritzburg zwei Elchkälber geboren. Nachdem einer der kleinen Elche bereits wenige Tage nach der Geburt tot aufgefunden wurde, scheint nun auch das zweite Elchkalb verstorben zu sein. Zumindest ist es für die Mitarbeiter des Wildgeheges seit Tagen nicht auffindbar.

Die Ursache dafür sind wohl dramatische Ereignisse, die sich am Montag zugetragen haben. Da sind Elchkuh und Elchbulle völlig überraschend aus ihrem Gehege ausgebrochen. „Der Grund dafür gibt uns noch immer Rätsel auf“, sagt Markus Biernath, Leiter des Forstbezirks Dresden. Er vermutet, dass irgendetwas die Tiere derart geschockt habe, dass sich sich über den Zaun davon gemacht hätten. Die Tiere seien „sensible Riesen“ und deutlich schreckhafter, als das in dieser Hinsicht robuste Rotwild. Nach der Flucht musste das Wildgehege kurzfristig geschlossen werden. Während es gelang, den Bullen wieder ins 4,5 Hektar große Elchgehege zu locken, blieb die Kuh im Rotwildgehege, wo ihre Flucht geendet hatte. Da das verbliebene Elchkalb unauffindbar war, haben Mitarbeiter des Wildgeheges das zwischenzeitlich leerstehende Elchgehege durchkämmt – ohne Ergebnis. „Es ist durchaus möglich, dass es sich ins hohe Gras geduckt hat“, sagt Biernath.

Möglich also, dass das Kalb noch lebt. Durch die lange Trennung von seiner Mutter sinken seine Überlebenschancen jedoch dramatisch. Üblicherweise werden Elchkälber alle zwei bis drei Stunden gesäugt, können laut Biernath aber auch mal zwei bis drei Tage ohne auskommen. „Deswegen muss damit jetzt Schluss sein“, sagte der Forstbezirksleiter am Mittwoch und ließ Taten folgen: Mit Engelsgeduld haben Mitarbeiter die Elchkuh wieder auf ihre angestammte Anlage bugsiert. Das Wildgehege musste dafür am Vormittag vorübergehend geschlossen werden, ist aber seither wie gewohnt geöffnet. Die zugegebenermaßen kleine Hoffnung besteht nun darin, dass die Elchkuh im Gehege nun nicht nur ihren Elchbullen, sondern auch das verloren gegangene Kalb findet und wieder aufpäppelt.

Dort ist man unglücklich über die Geschehnisse, zumal Elche als Wappentier des Wildgeheges dienen. Eine Zucht sei laut Biernath zwar nicht geplant, weshalb man den Nachwuchs verkauft hätte, sobald er groß genug gewesen wäre. Aber Kälber von der im vorigen Jahr aus Bayern zugekauften Kuh und dem Moritzburger Bullen hätte das Kreuzen von zwei der wenigen Stammlinien von Elchen in Gefangenschaft bedeutet, eine willkommene Blutauffrischung also.

Während der Tod des ersten Kalbes aufgrund natürlicher Ursachen laut Biernath keine Seltenheit sei, zumal die Geburt bei Dauerregen und damit schlechten Bedingungen erfolgte, bleiben die Umstände der Montagsereignisse unklar. Verursacher könne ein unachtsamer Besucher, ein lautes Geräusch oder ein Wolf sein, der nahe am Gehege vorbeigestrichen ist, meint Biernath. Das bleibe letztlich alles Spekulation.

Von Uwe Hofmann

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