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Eklat beim Neujahrsempfang in Königstein

Bürgermeister verpasst Verabschiedung Eklat beim Neujahrsempfang in Königstein

Es war Punkt sechs im Programm des Neujahrsempfanges der Stadt Königstein. Der ehemalige Bürgermeister Frieder Haase sollte offiziell verabschiedet werden. Dazu hatte sich der Stadtrat
nach einigen Querelen durchgerungen.

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Stadtrat Mario Bauch (l.) und Chronist Udo Kühn warteten vergebens.

Quelle: D. Förster

Königstein. Es war Punkt sechs im Programm des Neujahrsempfanges der Stadt Königstein. Der ehemalige Bürgermeister Frieder Haase sollte offiziell verabschiedet werden. Dazu hatte sich der Stadtrat
nach einigen Querelen durchgerungen. Leicht hatte sich das Gremium diese Entscheidung nicht gemacht. Mario Bauch (Freie Wähler), der für die Linken im Stadtrat sitzt, hatte den Anstoß dafür gegeben und brachte eine Mehrheit zustande. Haase hatte als parteiloser Rathauschef immerhin 14 Jahre lang die Geschicke der Festungsstadt in seinen Händen. „Es geht nicht, ihn nicht zu verabschieden“, bekräftigt Bauch.

Gemeinsam mit Ortschronist und Stadtschleicher Udo Kühn hatte er an dem Programmpunkt gearbeitet. „Wir haben uns mehrmals getroffen und uns abgestimmt.“ Mit Reimen und Urkunde sollte Haase gewürdigt werden. Entstanden war zum Beispiel ein Gedicht unter der Überschrift „Die blühenden Landschaften von Königstein“. Die Idee zur Urkunde in altdeutscher Schrift – ein „Bürger=Schein“, mit dem der „Stadtrat“ Frieder Haase beurkundet, dass ihm das „Bürgerrecht der Stadt Königstein“ erteilt worden ist – hatte Mario Bauch.

Doch bei der Feier im Begegnungszentrum „Treff-Punkt“ ließ Frieder Haase die Akteure, die sich für den Akt stark gemacht hatten, im Regen stehen. Er war dem Empfang fern geblieben. „Es ist sehr schade, dass Herr Haase nicht anwesend ist“, sagte Jens Schranz. Der Vorsitzende vom Gewerbeverein, der durch den Abend führte, war enttäuscht, als er die Verabschiedung ankündigte. Die fand wie geplant statt. Nur blieben die Organisatoren auf ihren Präsenten sitzen. „Die Urkunde werde ich ihm bei passender Gelegenheit noch übergeben“, sagt Bauch.

Es stehen mehrere Gründe im Raum, warum Haase nicht beim Neujahrsempfang auftauchte. „Es ist sicher auch der Tatsache geschuldet, dass man sich mit seiner Verabschiedung von vornherein sehr schwer getan hat“, so Schranz. Wahrscheinlich liegt es an der Einladung schlechthin. Haase sei zwar vom Gewerbeverein eingeladen worden, aber nicht „direkt und offiziell von der Stadt“. Und das soll er wohl – wie die Beteiligten annehmen– erwartet haben. „Es ist traurig, dass er nicht dabei war. Es tut mir leid“, sagt Mario Bauch. „Ich kann Herrn Haase schon ein bisschen verstehen.“

Zwischen Haase und seinem Nachfolger Tobias Kummer gebe es „innerbetriebliche Befindlichkeiten und Streitereien“, die im Interesse aller nicht sein müssten. „Leider sind sie sich untereinander nicht grün.“ Kummer, der neue Bürgermeister, wurde bei seinem ersten Neujahrsempfang in seinem Amt mit den besten Wünschen durch den Gewerbeverein begrüßt – mit einem hoch prozentigem Schluck, einer Flasche „Königsteiner Berggeist“.

Daniel Förster

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