Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 0 ° heiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+
Einigung im Elbepark-Streit - Krieger Liegenschaften GmbH zahlt eine Million Euro an Radebeul

Einigung im Elbepark-Streit - Krieger Liegenschaften GmbH zahlt eine Million Euro an Radebeul

Mehr als fünf Jahre hat es gedauert: Radebeul und Dresden haben ihren Streit um die Elbepark-Erweiterung außergerichtlich beigelegt. Herausgekommen ist ein Teilsieg für Radebeul, weshalb sich die "schier endlosen Stunden an Gesprächen und Verhandlungen", die Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) nach eigener Auskunft in die Einigung gesteckt hat, gelohnt zu haben scheinen.

Voriger Artikel
Ältere Dame in Meißen von drei Unbekannten überfallen
Nächster Artikel
Heidenaus Bürgermeister Jürgen Opitz: "Unser Aufschwung wurde erheblich gebremst"

Das Streitobjekt Elbepark liegt unmittelbar an der Autobahn und der Stadtgrenze zwischen Dresden und Radebeul. Die Klage wegen der Erweiterung des Einkaufszentrums wurde auch benutzt, um offene Fragen zwischen beiden Städten zu klären.

Quelle: Jürgen-Michael Schulter

Ihm gegenüber am Verhandlungstisch saßen allerdings nicht Vertreter der großen Nachbarstadt Dresden, sondern der Krieger Liegenschaften GmbH, der der Elbepark gehört. Und die muss nun eine runde Summe an die Stadtkasse der Lößnitzstadt überweisen. Eine Million Euro sollen helfen, die "notwendigen verkehrlichen Ertüchtigungen im Stadtgebiet Radebeul infolge der Erweiterung des Elbeparks" zu finanzieren, wie es in einer Mitteilung aus dem Rathaus heißt. Das Gesamtvolumen dieser Investition wird allerdings auf drei Millionen Euro geschätzt. Außerdem zahlt die Krieger Liegenschaften GmbH die Gerichtskosten Radebeuls bis in einer Höhe von 50 000 Euro.

Weiterhin nimmt das Immobilienunternehmen Abstand davon, den eigentlich schon genehmigten Sconto-Möbelmarkt auf einer Brachfläche neben dem Elbepark zu errichten. Im Gegenzug stimmt man in Radebeul einer Erweiterung des Höffner-Möbelmarkts um 7000 Quadratmeter zu, solange dort kein "zentrenrelevantes Sortiment" angeboten wird. Mit diesem Begriff ist auch der Ausgangspunkt für die Elbepark-Klage verbunden. Radebeul argumentierte, dass der schlagartig von einem Kino und zwei Möbelhäusern zu einer Shoppingmeile ausgewachsene Standort nahe der Stadtgrenze den Einzelhandel insbesondere in Radebeul-Ost schädige.

Lachender Dritter, der weder im Gerichtssaal noch am Verhandlungstisch saß, ist man in Coswig. Weil der Dresdner Sconto nicht gebaut wird, bleibt der Standort in der Großen Kreisstadt entgegen der ursprünglichen Planung erhalten. Er soll grundlegend modernisiert werden, weiß man in Radebeul. Wann und wie, ließ sich gestern nicht in Erfahrung bringen. Andreas Uhlig, Geschäftsführer der Krieger Liegenschaften GmbH, litt gestern im Krankenbett und war zu keiner Aussage bereit. Dabei wäre seine Sicht der Dinge durchaus interessant gewesen, schließlich zahlt Krieger Immobilien nach einem 2013 gefundenen Vergleich mit der Stadt Dresden, bei dem wegen einer unzulässigen Erweiterung eine Million Euro Bußgeld flossen, bereits das zweite Mal für den Elbepark-Ausbau.

Ein "Wermutstropfen" aus Radebeuler Sicht bleibt, wie OB Wendsche sagt: Das eigentliche Vorhaben, mit dem Faustpfand Elbepark-Klage eine auch für Lkws taugliche Trasse von der Meißner Straße in Radebeul-Ost zu erstreiten, ist zu den Akten gelegt. "Das war auch von Krieger nicht zu verlangen", sagt Wendsche. Im Frühjahr 2013 hatte der Dresdner Stadtrat alle Planungen dazu auf Eis gelegt, nachdem Kleingärtner, deren Schrebergärten einer möglichen Trasse zum Opfer gefallen wären, Sturm gelaufen waren. Bei diesem Votum bleibt es bisher auch unter der neuen Mehrheit im Dresdner Stadtrat. Bewegung könne allenfalls nach der anstehenden OB-Wahl in die Sache kommen, meint Wendsche.

Radebeul schafft nichtsdestotrotz Tatsachen. So sollen die Seestraße zwischen Emilien- und Gartenstraße, die Dresdner Straße zwischen Seestraße und An der Siedlung, die Emilienstraße, die Forststraße und Weintraubenstraße zwischen Am Gottesacker und Roseggerstraße ertüchtigt werden. Keine Verfügung hat man allerdings über den Routenverlauf in Dresden, wo insbesondere die Kreuzung Rankestraße/Peschelstraße ein Problem ist. Nicht ohne Grund hofft Wendsche nach der Einigung auf einen "kräftigen Impuls für eine intensivere Zusammenarbeit zwischen der Stadt Dresden, der Stadt Radebeul und der gesamten Region".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.01.2015

Uwe Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

29.04.2017 - 21:03 Uhr

Rückschlag im Abstiegskampf der Landesklasse Ost für den Dresdner SC: In Neustadt an der Spree waren die Friedrichstädter letztlich ohne echte Chance und verloren 0:4.

mehr