Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Eingemeindung: Bretnig will nach Großröhrsdorf

Schulbauprojekt als Beweggrund Eingemeindung: Bretnig will nach Großröhrsdorf

Im Landkreis Bautzen gibt es aller Voraussicht nach zum Jahreswechsel 2016/2017 eine weitere Eingemeindung. Die Gemeinde Bretnig-Hauswalde will aufgrund von finanziellen Zwängen ihre Eigenständigkeit aufgeben und sich an die benachbarte Stadt Großröhrsdorf anschließen.

Voriger Artikel
Kanonendonner und Böllerschüsse im Tharandter Wald
Nächster Artikel
Weinlese endet: Letzte Trauben kommen in die Presse


Quelle: dpa-Zentralbild

Bretnig-Hauswalde/Großröhrsdorf. Im Landkreis Bautzen gibt es aller Voraussicht nach zum Jahreswechsel 2016/2017 eine weitere Eingemeindung. Die Gemeinde Bretnig-Hauswalde will aufgrund von finanziellen Zwängen ihre Eigenständigkeit aufgeben und sich an die benachbarte Stadt Großröhrsdorf anschließen.

Die Beschlüsse dazu sind gefasst. Sowohl der Gemeinderat von Bretnig-Hauswalde als auch der Stadtrat von Großröhrsdorf haben in Sondersitzungen den Weg für die Aufnahme der Beitrittsverhandlungen frei gemacht. Dabei ist Eile geboten: Bis Ende des Jahres muss die Eingemeindung vollzogen sein, um das an sie geknüpfte Ziel zu erreichen: „Nur auf diesem Wege ist es möglich, den geplanten Neubau einer Grundschule zu verwirklichen“, erklärt die Bretniger Bürgermeisterin Katrin Liebmann (parteilos). Der enge Zeitrahmen ergibt sich aus den Förderbedingungen.

Das Projekt des Schulneubaus in Bretnig-Hauswalde existiert bereits seit mehreren Jahren. Dabei waren die ursprünglichen Pläne eines „komplexen Schulneubaus mit Hort und Turnhalle“ bereits eingedampft worden. Übrig blieb eine einzügige Grundschule – also ein Schulhaus für vier Klassen mit den benötigten Fachräumen. Dieses soll am Standort des bisherigen Schulgebäudes nach dessen Abriss entstehen. Doch bereits im Januar hatte die Bretniger Bürgermeisterin den Grundschulneubau gegenüber dem ortsansässigen Gewerbeverein als „große Herausforderung und sehr schwierige Aufgabe, was die Bereitstellung der Eigenmittel betrifft“, bezeichnet. Da ahnte sie noch nicht, dass eine Gewerbesteuerrückzahlung in Höhe von 800 000 Euro – in etwa die Höhe des geplanten Eigenanteils – die Gemeinde ereilen würde: „Die Rückforderung war in dieser Höhe nicht vorhersehbar und die Gemeinde kann diese Summe nicht kompensieren.“ Die Suche nach Einsparmöglichkeiten im Haushalt in der entsprechenden Höhe blieb erfolglos, sodass nur noch die Eingemeindung nach Großröhrsdorf blieb, um das Schulbauprojekt am Leben zu erhalten.

Dort empfängt man den Nachbarn mit offenen Armen: Bürgermeisterin Kerstin Ternes (parteilos) freut sich über das einstimmige Votum ihres Stadtrates für den entsprechenden Beschlussvorschlag und betont: „Dieser Schritt ist wichtig und positiv für die weitere Entwicklung des Rödertals zu einem schlagkräftigen, noch attraktiveren Grundzentrum.“ Zusammen werden Großröhrsdorf und Bretnig-Hauswalde, die bereits seit 2009 in einer Verwaltungsgemeinschaft zusammenarbeiten, fast 10 000 Einwohner haben. Katrin Liebmann macht allerdings auch klar, dass alles am rechtzeitigen Vollzug hängt: „Sollte zum 1. Januar 2017 die Eingliederung nicht erfolgen, so kann auch das Ziel des Grundschulneubaus nicht erreicht werden. Dann besteht vorerst kein Anlass mehr, den Gedanken einer Einheitsgemeinde weiter zu verfolgen.“ Die letzte Eingemeindung im Landkreis Bautzen liegt bereits eine Weile zurück: Sie war zum 1. Januar 2012 zwischen Wiednitz und Bernsdorf vollzogen worden.

Von Uwe Menschner

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr