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Einfamilienhaus in Meißen droht abzurutschen

Einfamilienhaus in Meißen droht abzurutschen

Meißen. "Wir sind mit den Nerven am Ende." Ulrike Kuschels Stimme klingt resigniert. Seit acht Wochen schlafen sie und ihr Mann Christian nicht mehr in den eigenen vier Wänden, sondern müssen mit einer Ferienwohnung vorlieb nehmen.

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Das Bild ist kurz nach dem Unwetter im Mai aufgenommen worden. Es zeigt die abgerissene Stützmauer.

Quelle: privat

Ihr Haus an der Nossener Straße ist nicht mehr sicher. Es droht, den Hang hinab zu rutschen. Das verheerende Unwetter vom Mai hatte bereits eine Stützmauer inklusive Balkon hinabgespült.

Die 68-Jährige erinnert sich mit Grausen an den 27. Mai: "Der Gullideckel, der direkt bei uns vor der Einfahrt liegt, kam hoch", berichtet sie. Außerdem hätten sich die Wassermassen vom nahe gelegenen Feld über das Grundstück der Kuschels ergossen. "Sie haben die Stützmauer unterspült und den Balkon weggerissen", sagt die Rentnerin. Auch die Keller seien vollgelaufen. "Wir wohnen auf dem Berg. Eigentlich hätte uns gar nichts passieren dürfen", meint sie. Doch die Nossener Straße sei in schlechtem Zustand, die Kanalisation habe die Wassermassen nicht mehr aufnehmen können.

"Auf unserem Grundstück sah es aus, als habe eine Bombe eingeschlagen. Teile der Stützmauer, die Gartenmöbel, die auf dem Balkon gestanden hatten - alles lag auf dem Hang verstreut", erinnert sich Ulrike Kuschel. Der Balkon selbst sei im Hang stecken geblieben. Eine Firma habe ihn dann am nächsten Tag mit einem Riesenkran auf die andere Straßenseite gehievt. Der ganze Garten sei verschlammt gewesen.

"Jetzt warten wir schon ewig und drei Tage, dass das alles wieder in Ordnung gebracht wird", sagt die 68-Jährige. Vor allem müsse die Gründung des Hauses verstärkt werden. Gestern hat Ulrike Kuschen erfahren, dass es am 20. August losgehen soll. Am 28. August soll das Ehepaar nun zurückziehen können. "Glücklicherweise haben wir die alte DDR-Versicherung, so dass wir das nicht noch selber bezahlen müssen", seufzt sie. Seit fast 40 Jahren wohnen Ulrike und Christian Kuschel an der Nossener Straße. 1976 hatten sie sich das Einfamilienhäuschen gebaut.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.07.2014

Katrin Richter

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