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"Eine tolle Chance" - Radebeuler Jan Dose über seinen Dreh mit Yvonne Catterfeld und Götz Schubert in Görlitz

"Eine tolle Chance" - Radebeuler Jan Dose über seinen Dreh mit Yvonne Catterfeld und Götz Schubert in Görlitz

Um 18 Uhr heißt es: Zeit für das Mittagessen. Während sich langsam der Abend über Görlitz senkt und die Crew das Set für den Nachtdreh herrichtet, lässt sich Jan Dose sein Essen schmecken.

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Quelle: Anja Schneider

Dresden/Görlitz. Der Radebeuler stand in den vergangenen Tagen an der Seite von Yvonne Catterfeld und Götz Schubert für die MDR-Krimireihe „Wolfsland“ in Görlitz vor der Kamera.

"Wolfsland" ist die Geschichte zweier Kommissare auf der Flucht, heißt es vom Sender. Die Polizistin flieht vor ihrem Mann und ihrem alten Leben, um in Görlitz einen Neustart zu wagen. Der von Götz Schubert gespielte Kommissar hat dagegen Angst vor Veränderung jeder Art. Anfang 2016 soll der Film im Fernsehen laufen.

„Es ist eine tolle Chance, mit diesen zwei erfahrenen Kollegen zu arbeiten und mich weiter im Krimi-Genre zu etablieren“, sagt Jan Dose. Deutschlandweite Bekanntheit erlangte der 30-Jährige durch seine Rolle in der ZDF-Vorabendserie „Garmisch Cops“. Als dann die Anfrage für das Casting für „Wolfsland“ kam, schnellte der Puls nach oben. „So ein Casting ist immer eine Ausnahmesituation, alles muss sitzen“, berichtet der Schauspieler. Danach beginnt die nervenzehrende Zeit des Wartens auf den erlösenden Anruf der Agentin „Du hast die Rolle!“ oder „Leider hat es dieses Mal nicht gereicht!“.

Zum Casting für die MDR-Produktion waren außer ihm noch etwa 15 andere Darsteller eingeladen, gegen die sich Jan Dose durchsetzen konnte. Meist spielen die Schauspieler eine Szene aus dem fertigen Drehbuch vor, manchmal gibt es auch einen Kollegen als Anspielpartner. Der Radebeuler erinnert sich immer noch mit Herzflattern an die Zeit des Wartens nach dem Casting für die „Garmisch Cops“. Nach dem Vorspielen für die Rolle einer der Kommissare rief ihn seine Agentin im Zwei-Tages-Rhythmus mit den Botschaften an: „Du bist unter den letzen 20“, dann noch zehn, fünf bis schließlich die erlösende Zusage kam. „Man lebt permanent zwischen An- und Entspannung“, berichtet er.

Seit Juli hat Jan Dose nun die Rolle eines Kriminaltechnischen Untersuchers mit sächsischem Akzent in „Wolfsland“ gespielt. Für jeden Schauspieler gibt es eine Tagesdisposition, die genau regelt, wer wann und wo dreht und sie sich der Tag gliedert. Die Akteure werden im Hotel abgeholt und zum Set gefahren, dort gibt es Vollverpflegung, alles inklusive. „Den eigenen Kopf frei zu haben, ist das Wichtigste während der Dreharbeiten. Wir genießen es also, uns voll und ganz auf die Szene konzentrieren zu können“, erzählt er. Am Set verwandelt sich Jan Dose mit Kostüm und Maske in seine Rolle und wartet auf die Besprechung mit dem Regisseur. Nach der Absprache folgt die Stellprobe für die richtigen Lichteinstellungen, danach wird gedreht.

Zeit ist Geld – auch und gerade beim Film – deshalb ist volle Konzentration gefragt

Gar nicht groß konzentrieren, sondern einfach aus seiner Erfahrung schöpfen, musste sich der großgewachsene Blonde auf den Sächsischen Akzent, den seine Figur spricht. Dieser fällt dem Schauspieler nach 14 Jahren in Radebeul und Umgebung nicht schwer. Geboren ist er in Berlin und lebt seit neun Jahren auch wieder in der Hauptstadt. An der Filmuniversität Konrad Wolf in Babelsberg ließ er sich zum Schauspieler ausbilden. Von 2009 bis 2012 engagierte ihn das Theater in Potsdam für sein Ensemble.

Ein Gastspiel auf den Brettern, die die Welt bedeuten, kann sich Jan Dose jederzeit wieder vorstellen, seine längerfristige Zukunft sieht er aber beim Film. Der Einstieg in das Kinogeschäft ist ihm mit Rollen in Matthias Schweighöfers „Der Schlussmacher“ und „Henri IV“ mit Joachim Król und Ulrich Noethen gelungen. Jede Rolle, jeder Film kann den ganz großen Durchbruch bringen.

„Das heutige Filmbusiness erlaubt es fast keinem Schauspieler mehr, eine Biografie zu entwickeln. Nimmt eine Karriere richtig Fahrt auf, das meist von jetzt auf gleich“, berichtet er. Lebensläufe wie die von Oscarpreisträger Christoph Waltz, der erst lange Jahre in deutschen Fernsehserien wie Kommissar Rex mitspielte und dem mit 53 Jahren der internationale Durchbruch mit Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“ gelang, gibt es immer weniger, erzählt Jan Dose. Wenn er also gerade nicht dreht, hält er sich fit mit Sport und Sprechtraining. Immer vorbereitet sein auf die nächste Rolle, das ist seine Devise.

Julia Vollmer

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