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Eine Prinzessin wird zur Königin - Michaela Tutschke in Coswig zur neuen sächischen Weinkönigin gewählt worden

Eine Prinzessin wird zur Königin - Michaela Tutschke in Coswig zur neuen sächischen Weinkönigin gewählt worden

Die sächsischen Weinbauern haben am Sonnabend in der Coswiger Börse ihre neue Königin gewählt. Er- wartungsgemäß machte die bisherige Weinprinzessin Michaela Tutschke das Rennen.

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Die Favoritin setzte sich durch: Fachjury und Publikum wählten Michaela Tutschke zur neuen sächsischen Weinkönigin.

Quelle: Eckhard Kahle

Sie galt als Favoritin. Damit ist die gelernte Winzerin Sachsens 27. Weinkönigin, darf noch ein Jahr lang das Anbaugebiet repräsentieren und zugleich Werbung für ihren Arbeitgeber, das Weingut Schloss Proschwitz, machen. Zu Weinprinzessinnen wurden Jana Jordan und Kati Hofmann gewählt. Jana Jordan stammt aus einer Meißner Hobbywinzerfamilie. Kati Hofmann kommt aus Nossen und arbeitet als Personalreferentin.

Die sogenannten Weinhoheiten gehören zur Folklore in den deutschen Weinbaugebieten. 1931 wurde in der Pfalz erstmals eine Weinkönigin gekrönt. Heute repräsentieren die zumeist jungen Damen die lokalen Weine und die jeweilige Region als Urlaubs- und Ausflugsgebiet. Zudem müssen sie zahlreiche Sponsorentermine wahrnehmen und beispielsweise mit Krönchen und Amtskette in Banken oder Autohäusern posieren.

In Sachsen sind die Ämter der Weinkönigin und der Weinprinzessinnen ausschließlich Ehrenämter. Während in traditionell gewachsenen Weinbauregionen die sogenannten Hoheiten häufig aus alteingesessenen Winzerfamilien stammen und mit dem Weinbau aufgewachsen sind, fällt in Sachsen die Suche nach geeigneten Bewerberinnen üblicher- weise schwer. Schön alleine genügt nicht, Weinwissen, Charme und Eloquenz sind ebenso wichtig. Der finanziell nicht gerade üppig ausgestattete Weinbauverband Sachsen investiert alljährlich viel Mühe in die Kandidatinnenwerbung für dieses Amt.

In diesem Jahr hatten sich nach gutem Zureden aus der Branche immerhin wieder vier junge Damen überreden lassen - neben Michaela Tutschke auch Maria Czerch bereits zum zweiten Mal. Erneut konnte Maria Czerch allerdings nicht punkten.

Verbandschef Bernd Kastler räumte ein, dass das Ausscheiden nur einer Bewerberin nicht optimal und für die Betroffene sehr enttäuschend sei. Allerdings lasse der Wettbewerb keine anderen Möglichkeiten zu. Für eine weitere Krone sei das Anbaugebiet zu klein. Man habe sich intensiv um die Nichtplatzierte gekümmert und sie getröstet. Ziel müsse es bleiben, mehr Bewerberinnen für die Weinköniginnen-Wahl zu rekrutieren.

Da es in der Vergangenheit wiederholt den Vorwurf gab, die Wahl könne mit einem möglichst großen Fanklub im Schlepptau beeinflusst werden, hatte der Weinbauverband reagiert und in diesem Jahr neben den Publikumsstimmen noch eine Fachjury am Wahlabend eingesetzt. Diese Jury stellte 50 Prozent der Stimmen, das Publikum die andere Hälfte. In der Jury saßen unter anderem auch Winzer, die das Fachwissen der Kandidatinnen beurteilten. Siegerin Michaela Tutschke war gestern trotz mehrerer Versuche und schriftlicher Anfragen für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.11.2014

Lars Müller

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