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Eine Million Euro zusätzlich für Unterbringung von Flüchtlingen

Eine Million Euro zusätzlich für Unterbringung von Flüchtlingen

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge muss das Budget zur Unterbringung von Asylsuchenden aufstocken. Um 1,1 Millionen Euro soll der Kreistag den Etat auf seiner nächsten Sitzung erhöhen.

So lautet der Vorschlag der Kreisverwaltung. Hinzu kommen 277 000 Euro für Dolmetscherkosten sowie 280 000 Euro für Deutschkurse. Insgesamt sind Ausgaben in Höhe von fast 2,2 Millionen Euro in diesem Jahr geplant.

Durch die Krisenherde unter anderem im Nahen Osten suchen mehr Menschen als erwartet Schutz in Deutschland und damit auch in der Sächsischen Schweiz und im Osterzgebirge. "Grundlage der Haushaltsplanung waren 1124 Asylbewerber bis zum Ende dieses Jahres", berichtet Kati Hille (CDU), Beigeordnete für Innere Verwaltung und Ordnung. Nunmehr zeichne sich deutlich ab, dass die Anzahl der für dieses Jahr prognostizierten Asylbewerber erheblich steigen wird, so Hille. Zurzeit befinden sich 1026 Asylbewerber in Unterkünften des Landkreises. Weitere 1000 Flüchtlinge werden bis Ende des Jahres erwartet. Bis Mai rechnet man mit der Zuweisung von weiteren 50 Menschen wöchentlich.

Der Freistaat kündigt die Ankunft neuer Asylbewerber sehr kurzfristig an. "Auf diese Situation muss sich der Landkreis einstellen und die notwendigen Unterbringungsmöglichkeiten schaffen", so Hille. Bei der Unterkunft setzte die Kreisverwaltung neben den beiden zentralen Heimen vor allem auf dezentrale Lösungen in den Kommunen. Doch hier hat die Verwaltung mit begrenzten Kapazitäten zu kämpfen. "Wohnungen zur weiteren dezentralen Unterbringung sind für den Landkreis momentan nicht verfügbar", berichtet Hille.

Um keine Turnhallen oder vergleichbare Einrichtungen als Notunterkünfte in Beschlag nehmen zu müssen, wurde das Hotel "Leonardo" in Freital angemietet. Zuerst sollte es nur als Notquartier fungieren. Nun plant die Kreisverwaltung den weiteren Betrieb als Gemeinschaftsunterkunft. Der Kreis prüft derzeit auch weitere eigene Liegenschaften, ob sie tatsächlich und unter dem Aspekt der Finanzierbarkeit als Asylbewerberunterkunft in Frage kommen.

Als zwingend erforderlich sieht der Landkreis Deutschkurse. Sie erleichtern zum einen die Integration und sollen zum anderen helfen, künftig in weniger Fällen Dolmetscher in Anspruch nehmen zu müssen und so Kosten zu verringern. "Zudem können damit auch erleichterte Voraussetzungen für Arbeitsgelegenheiten geschaffen werden", so Hille. Für die geplanten Deutschkurse in diesem Jahr - 50 Sprachkurse - möchte die Kreisverwaltung die bereits genannten 280 000 Euro in die Hand nehmen, vorbehaltlich einer auskömmlichen Förderung durch den Freistaat.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.03.2015

Silvio Kuhnert

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