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Ein Verein will 2015 in Großerkmannsdorf eine evangelische Grundschule eröffnen

Ein Verein will 2015 in Großerkmannsdorf eine evangelische Grundschule eröffnen

Großerkmannsdorf. Ein Verein will in Großerkmannsdorf bei Radeberg eine evangelische Grundschule einrichten. Starten mit dem Unterricht will sie zu Schuljahresbeginn 2015, wie Johannes Schreiner sagt, Pfarrer in Großerkmannsdorf und stellvertretender Vorsitzender des Christlichen Schulvereins Radebeuler Land.

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Vereinsvorsitzender Stefan Mehler (l.) und Johannes Schreiner, Pfarrer und stellvertretender Vereinsvorsitzender, vor dem Schulgebäude neben der Kirche in Großerkmannsdorf. Hier soll im Herbst 2015 eine evangelische Grundschule starten.

Quelle: Steffen Giersch

Schon seit längerem habe sich eine Gruppe von Eltern Gedanken über eine freie Schule gemacht, berichtet Pfarrer Schreiner. "Wir haben auch nach einem Gebäude gesucht. Aber die bisherigen Möglichkeiten waren für uns nicht günstig." Dann sei die Nachricht gekommen: Die Grundschule in Großerkmannsdorf, Außenstelle der Schule in Ullersdorf, soll im Sommer 2015 geschlossen werden (DNN berichteten). "Das war die Initialzündung."

Keineswegs jedoch sei es nur darum gegangen, den Schulstandort Großerkmannsdorf zu erhalten, betont Johannes Schreiner. Nun wirbt der Verein um Schüler. "Nicht nur im Ort, sondern in der Region um Radeberg." Geplant seien vier einzügige Klassen mit jeweils maximal 24 Schülern. Beginnen wollen sie zunächst mit zwei Klassen. Unterricht sollen zwei Lehrer und zwei Erzieher erteilen. Die Stellen sind bereits ausgeschrieben. Nun wartet der Schulverein auf Bewerbungen. Zwei sollen in Vollzeit, zwei in Teilzeit angestellt werden, zunächst befristet auf ein Jahr mit Option auf unbefristete Beschäftigung. Der Unterricht soll mit reformpädagogischen Methoden gestaltet werden. Möglich sei zum Beispiel flexibler Blockunterricht, auch in längeren Phasen, abgestimmt auf die Möglichkeiten der Kinder. Auch Ganztagsangebote gehören dazu. Die Entwicklung der Konzeption sei noch nicht abgeschlossen.

Entscheidend für die Schule soll jedoch ein evangelisches Profil mit Vermittlung eines christlichen Menschenbildes sein, so Pfarrer Schreiner. Was das bedeute: "Wir wollen den Kindern beispielsweise vermitteln, dass menschliches Leben sich nicht selbst verdankt. Dass prinzipiell jeder Mensch von Gott angenommen ist, nicht aufgrund seiner Leistung." Grundsätze wie die Bewahrung der Schöpfung sollen eine Rolle spielen. Ganz praktisch werde zum Schulalltag eine enge Zusammenarbeit mit der Kirchgemeinde gehören. Obligatorisch soll evangelischer Religionsunterricht sein. Den erteilt Johannes Schreiner bereits in der Ullersdorfer Grundschule. Nach Großerkmannsdorf ist der 37-Jährige 2010 gekommen. Es ist seine erste Pfarrstelle nach dem Vikariat.

Bei der ersten öffentlichen Vorstellung habe das Vorhaben großes Interesse gefunden. Eine Konkurrenz zu bestehenden Schulen wolle die neue Einrichtung nicht sein, betont Pfarrer Schreiner. "Wir verstehen uns als Ergänzung." Zudem sei die Zahl der Grundschüler im kommenden Jahr so groß, dass nicht alle in der benachbarten Ullersdorfer Schule Platz fänden und ins weiter entfernte Radeberg ausweichen müssten. "Wir würden also erst einmal einiges abfangen."

Das Gebäude in Großerkmannsdorf - es steht neben Kirche und Pfarrhaus - will der Verein von der Stadt Radeberg mieten. Für die Finanzierung der Schule würden Spender und Sponsoren gesucht. Nach den in Sachsen geltenden Regeln muss eine freie Schule sich erst drei Jahre selbst tragen, ehe sie vom Freistaat Zuschüsse erhält. Die Gesamtkosten wollten Vertreter des Vereins noch nicht genau beziffern. Sie sprachen lediglich von einem Betrag im "oberen fünfstelligen Bereich". Auch Schulgeld müssten die Eltern entrichten. Die Höhe stehe noch nicht fest, werde sich aber an dem orientieren, was in anderen freien Schulen üblich ist. Das sind im Schnitt etwa 70 Euro pro Monat.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.09.2014

Tomas Gärtner

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