Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+
Ein Netzwerk ist das Ziel – 150 Radebeuler Vereine zu Treff im Kultur-Bahnhof eingeladen

„Engagierte Stadt Radebeul“ Ein Netzwerk ist das Ziel – 150 Radebeuler Vereine zu Treff im Kultur-Bahnhof eingeladen

Eva Kornisch hat es nicht leicht. Regelmäßig muss die Vorstandsvorsitzende des Radebeuler Schwimmclubs Poseidon Kindern und Erwachsenen Absagen erteilen, die Angebote des Vereins nutzen wollen. Es fehlt an Übungsleitern und Trainern.


Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. Eva Kornisch hat es nicht leicht. Regelmäßig muss die Vorstandsvorsitzende des Radebeuler Schwimmclubs Poseidon Kindern und Erwachsenen Absagen erteilen, die Angebote des Vereins nutzen wollen. Es fehlt an Übungsleitern und Trainern. Andere und doch ähnliche Folgen hat Jürgen Tobianke vom Männerchor „Liederkranz 1844“. Dem täte mit einem Altersschnitt von 73 Jahren eine Verjüngung gut und auch Tobianke selbst hätte mit seinen 74 Jahren nichts dagegen, wenn sich ein Nachfolger für das Vorstandsamt fände.

Das sind nur zwei Beispiele von Radebeuler Vereinen, die mit typischen Problemen zu kämpfen haben. „Vielen fehlt es an Nachwuchs, anderen an Räumen, Fortbildungen oder am Geld“, sagt Sophie Grüttner von der Familieninitiative. Der Verein beteiligt sich gemeinsam mit der Stadt, den beiden Rewe-Märkten in Radebeul-Ost und anderen Vereinen, über die er maßgeblich schon über das Soziale Bündnis verbunden ist, am Bundesprogramm „Engagierte Stadt“. Ziel sei es, das Ehrenamt in den Kommunen zu stärken, sagt Projektkoordinatorin Grüttner.

Das will man vor allem über die Schaffung eines Vereinsnetzwerks schaffen. Denn obwohl sich vielerorts die Probleme gleichen, tauschen sich die wenigsten Vereine über gemeinsame Lösungswege aus. 150 Radebeuler Vereine hat das Bündnis „Engagierte Stadt Radebeul“ daher für den Donnerstag, 17 Uhr, in den Kultur-Bahnhof Radebeul-Ost eingeladen, um gemeinsame Vorstellungen zu entwickeln. Leider müsse man davon ausgehen, dass man nicht alle Radebeuler Vereine ausfindig gemacht hat, ist Mathias Abraham, Geschäftsführer der Familieninitiative überzeugt. Das Vereinsverzeichnis der Stadt sei unvollständig, das Vereinsregister für die Recherche unbrauchbar. Deshalb kann jeder Verein, der sich angesprochen fühlt, zum Treff erscheinen. Anmeldungen sind bis Dienstag unter Tel. 0351/ 839 73 32 oder E-Mail an sophie.gruettner@familieninitiative.de möglich.

Zwar gehe man offen in die Auftaktveranstaltung, konkrete Lösungsvorschläge habe man aber auch schon erarbeitet, sagt Projektkoordinatorin Grüttner. So wird über eine gemeinsam Internetpräsenz nachgedacht, auf der sich alle Radebeuler Vereine möglichen Mitgliedern oder Sponsoren präsentieren können. Dort ließen sich auch Veranstaltungen ankündigen, meint Grüttner. Außerdem wird über kostenlose Fortbildungsangebote nachgedacht und auch eine Vereinsmesse steht im Raum. Dort könnte sich jeder Radebeuler Verein präsentieren und vor Ort mit Interessenten und Unternehmern ins Gespräch kommen.

Das alles könnten aber nur Teile der Lösung sein, sagt Grüttner. Im Netzwerk soll der Austausch untereinander wesentlicher Bestandteil sein. Im Idealfall lernt der Chef der Kleingartensparte von seinem in diesen Fragen vielleicht versierteren aus einem Förderverein, wie man eine effektive Öffentlichkeitsarbeit macht oder Unternehmer anspricht. „Dabei geht es in vielen Fällen ja auch gar nicht um Geld, sondern vielleicht um das Überlassen eines Raums für die Vereinsarbeit oder um einen Rat bei der Steuererklärung“, sagt Grüttner. Alles Dinge, die einen alleine überfordern, sich durch eine übers Netzwerk organisierte Hilfestellung aber leicht erledigen lassen könnten.

Von Uwe Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr