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Ein Investor möchte Heidenaus prominenteste Schrottimmobilie sanieren

Lichtblick am Platz der Freiheit Ein Investor möchte Heidenaus prominenteste Schrottimmobilie sanieren

Für den städtebaulichen Schandfleck am Platz der Freiheit zeichnet sich in Heidenau eine neue Zukunft ab. Das über 20 Jahre leerstehende marode Gebäude möchte ein neuer Eigentümer denkmalgerecht sanieren. Im Inneren entsteht der Wohnungstyp, der in der Stadt am meisten gefragt ist.

Seit Anfang der 1990er Jahre steht das Reihenhaus am Platz der Freiheit in Heidenau leer und ist dem Verfall preisgegeben.
 

Quelle: Silvio Kuhnert

Heidenau.  Ein Schandfleck in Heidenaus Zentrum wird verschwinden. Für das marode und seit Jahren dem Verfall preisgegebene Gebäude am Platz der Freiheit liegt ein Bauantrag zur Sanierung und Umbau vor. „Es ist unsere prominenteste Schrottimmobilie“, sagte Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU) und er konnte seine Freude nicht verbergen, dass sich endlich Bewegung bei dem Objekt abzeichnet.

In den 1930er Jahren als sozialer Wohnungsbau errichtet, steht es seit Anfang der 1990er Jahre leer. An dem Reihenhaus sind fast alle Fensterscheiben kaputt. Der Putz bröckelt und Sträucher und Bäume wuchern wild ringsumher. Bis auf ein paar wenige Sicherungsmaßnahmen hat der frühere Eigentümer an dem Haus nichts getan. Seit Ende vergangenen Jahres gibt es einen neuen Besitzer. Es ist die Jacob Haus- und Grundbesitz GmbH Dresden. Und sie folgt einem seit der jüngsten Zeit in Heidenau zu beobachtenden Trend – leerstehende Immobilien werden für Wohnzwecke wieder in Schuss gebracht. „Der neue Eigentümer möchte das Gebäude denkmalgerecht sanieren“, informierte Stadtoberhaupt Opitz. 26 Zwei- bis Vier-Raum-Wohnungen mit Balkonen und Loggien entstehen. „Es wird der Wohnungstyp gebaut, der in Heidenau gefragt ist“, berichtete der Rathauschef. Dies sind Vier-Raum-Wohnungen.

Im jetzigen Objekt sind die Wohnungen relativ klein gehalten. Deshalb werden die Grundrisse verändert und mitunter zwei zu einer zusammengelegt. Dadurch ändern sich die Zugänge. Die Haustüren befinden sich künftig nicht mehr nur allein an der Front zum Platz der Freiheit, sondern auch auf der Rückseite wird es künftig Eingänge geben. Dort werden auch die Balkone angeordnet sowie Stellplätze für die Bewohner angelegt. Des Weiteren verschwindet der Wildwuchs und auf dem Grundstück ist ein Kleinkinderspielplatz sowie ein Fahrradabstellplatz geplant, wie aus dem Bauantrag hervorgeht. Die Baukosten belaufen sich auf über zwei Millionen Euro.

Opitz ist zuversichtlich, dass der Investor mit den Sanierungsarbeiten beginnt, sobald die Baugenehmigung vorliegt. Er rechnet mit einem Baubeginn noch in diesem Jahr. Die Stadt hat ihren Beitrag dazu am Donnerstagabend geleistet. Einstimmig erteilte der Stadtrat das Einvernehmen der Gemeinde. „Wir freuen uns, dass es jetzt losgeht“, sagte Opitz.

Das Reihenhaus am Platz der Freiheit war nicht der einzige Bauantrag, der auf der Stadtratssitzung behandelt wurde. Auch das Reifenwerk möchte sich erweitern. Das Unternehmen plant für 1,5 Millionen Euro den Bau einer neuen Halle. In dieser soll künftig die Vulkanisation von Zweirad- und Kartreifen durchgeführt werden. Der Stadtrat gab grünes Licht.

Von Silvio Kuhnert

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