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Ein Drittel der Hausbesitzer zahlt - Altstadtsanierung: 112 Grundstückseigentümer haben Ablösevertrag unterschrieben

Ein Drittel der Hausbesitzer zahlt - Altstadtsanierung: 112 Grundstückseigentümer haben Ablösevertrag unterschrieben

Über ein Drittel der Grundstückseigentümer in Pirnas Altstadt ist bereit, den Ausgleichsbetrag vorzeitig zu zahlen. Es seien bereits für 112 von rund 300 Objekten Ablösevereinbarungen unterzeichnet worden, informiert Stadtsprecher Thomas Gockel.

Pirna. Von Silvio Kuhnert

Die Unterzeichner kommen damit in den Genuss eines Rabatts von 20 Prozent. Den hatte der Stadtrat für Frühzahler beschlossen. Wer sich bei der Stadtverwaltung noch bis 31. Dezember meldet, kann ebenfalls von diesem Nachlass profitieren. 2013 beträgt er nur noch 15, im darauf folgenden Jahr nur noch zehn Prozent.

Zur Erhebung der Beträge sei die Stadt durch das Baugesetzbuch verpflichtet, berichtet Gockel. Ein unabhängiger Gutachterausschuss hat die Steigerungen der Bodenwerte zwischen Bahndamm und Dr.-Wilhelm-Külz-Straße sowie der Grohmannstraße und dem Schlossberghang ermittelt. Je nach Zone - insgesamt gibt es acht - müssen die Hausbesitzer im Sanierungsgebiet Altstadt zwischen 6,93 und 9,44 Euro pro Quadratmeter zahlen. "Dieser Ausgleichsbetrag wird mit Abschluss der Sanierungsmaßnahme und Aufhebung der Satzung fällig", so Gockel. Im Falle der Altstadt sei dies für 2017 vorgesehen. Wer vorzeitig bezahlt, bekommt den vom Stadtrat beschlossenen Nachlass. "Die Stadt war zwar bemüht, alle Eigentümer in einem persönlichen Anschreiben von dieser Möglichkeit zu informieren, leider ist dies jedoch noch nicht in allen Fällen gelungen", teilt Gockel mit. So seien unter anderem die Adressangaben im Grundbuch nicht immer von den Eigentümern aktualisiert worden. Wer von den Grundstücksbesitzern an einer vorzeitigen Ablösung des Ausgleichsbetrages interessiert sei, soll sich laut Gockel an die Fachgruppe Stadtsanierung / Förderung und Vergabe im Pirnaer Rathaus wenden.

Die Stadt hat an einer frühen Zahlung kein selbstloses Interesse. Denn jeden Cent, der vor Aufhebung des Sanierungsgebiets auf ihr Konto eingeht, darf sie behalten und für weitere Investitionen in der Altstadt verwenden. Jeder Betrag, der nach 2017 per Bescheid eingezogen wird, fließt an Freistaat und Bund und geht damit Pirna verloren.

Wenn alle Eigentümer eines Altstadthauses noch dieses Jahr den fälligen Ausgleichsbetrag überweisen, spült dies 892 000 Euro in die Stadtkasse. Für das Geld hat die Stadt auch schon zwei Verwendungen. Durch die Einnahmen des Ausgleichsbetrags werden der Eingangsbereich zur Dohnaischen Straße neu gestaltet sowie die Fassade und das Dach der Alten Feuerwache renoviert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.11.2012

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