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Eigenheime in Pirnaer Innenstadt sind gefragt

Eigenheime in Pirnaer Innenstadt sind gefragt

Das letzte Baugrundstück am Postweg ist verkauft. Christian Flörke: Wir machen uns bereits seit längerer Zeit Gedanken, wo Potenzialflächen im Stadtgebiet sind.

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Christian Flörke

Das letzte Baugrundstück am Postweg ist verkauft. Wo kann man in Pirna noch bauen?

Christian Flörke: Wir machen uns bereits seit längerer Zeit Gedanken, wo Potenzialflächen im Stadtgebiet sind. Ganz aktuell haben wir Baulücken in den rechtselbischen Stadtteilen erfasst. Das Ergebnis: In Copitz, Graupa, Pratzschwitz und Birkwitz gibt es rund 360 mögliche Baugrundstücke. Sie liegen in Baugebieten oder sind Lücken, die relativ problemlos als Einfügung ins Umfeld bebaut werden können.

Und wie sieht es linkselbisch aus?

Wir haben vor, auch die Baulücken im Stadtgebiet mit Altstadt, Sonnenstein und Südvorstadt zu erfassen. Ich schätze, dass wir auch hier auf eine ähnliche Zahl wie auf der Copitzer Elbseite kommen. Konkret stehen unter anderem Parzellen auf dem Felsenkeller-Areal, im Bebauungsgebiet Zehista und im Musikerviertel als Eigenheimstandorte zur Verfügung.

Wie ist die Nachfrage nach Bauland?

Wir spüren in den zurückliegenden drei Jahren einen deutlichen Anstieg. In der Vergangenheit wurden im Schnitt jährlich rund 30 Einfamilienhäuser gebaut. 2011 waren es schon fast 40. Ein Beispiel für das gestiegene Interesse ist das Bebauungsgebiet "Felsenkeller" gegenüber dem alten Klinikum an der Bundesstraße. Vor rund vier Wochen ist das Immobilienunternehmen TLG wieder in die Vermarktung gegangen. Von den zwölf angebotenen Flächen waren innerhalb von 14 Tagen bereits acht reserviert. Weitere Beispiele sind die Baugebiete an der Wirthstraße, der Otto-Walter-Straße und an der Dr.-Benno-Scholze-Straße.

Wohin zieht es die Häuslebauer - in die Innenstadt oder ins Grüne?

Der Trend geht ganz deutlich in Richtung "Wohnen in der Innenstadt". Konkret ist dies an den eben genannten Baugebieten zu beobachten: tolle innerstädtische Lage, Altstadt und Einkaufsmöglichkeiten direkt vor der Tür. Die gestiegene Nachfrage nach Baugrundstücken in der Innenstadt ist ein deutschlandweites Phänomen.

Welche Flächen hat die Verwaltung für weitere Wohngebiete ins Auge gefasst?

Die alte Schlachthofbrache bietet sich zum Beispiel als Wohngebiet an. Nach unserer Schätzung passen auf das Areal rund 50 Parzellen. Mit dem Eigentümer sind wir im Gespräch. Ein größeres Gelände an der Kohlbergstraße/Zehistaer Straße eignet sich ebenfalls als Eigenheimstandort. Es ist eine sehr attraktive und zurückgezogene Lage an der Seidewitz. Auch mit dem Privateigentümer sind wir im Gespräch. Am Jugendhaus "Hanno" gibt es eine Potenzialfläche, auf der derzeit noch Garagen und ein nicht mehr benötigtes Gebäude stehen. Zwei interessante Flächen befinden sich auf dem Sonnenstein. Die eine liegt hinter der Schule für Erziehungshilfe an der Reutlinger Straße; die andere am Mädelgraben. In Copitz können wir uns eine zusätzliche Bebauung auf der Vogelwiese sowie entlang des Burglehnpfades vorstellen.

Es gab vor rund zwei Jahren bereits einen Anlauf, aus der Vogelwiese ein Wohngebiet zu machen. Der Stadtrat lehnte im Oktober 2010 eine Entwicklung zum Eigenheimstandort ab, sprach sich aber auch gegen eine Aufwertung als Festplatz mit Parkanlage aus. Wollen Sie nun einen erneuten Versuch zur Erschließung der Vogelwiese starten?

Ich halte es für richtig, die Vogelwiese als Eigenheimstandort zu entwickeln, weil für Copitz eine starke Nachfrage existiert, die Lage sehr attraktiv ist und die Fläche als Veranstaltungsort nicht mehr benötigt wird. Es gibt andere Areale im Stadtgebiet, auf denen einige Male im Jahr ein Zirkus seine Zelte aufschlagen kann. Noch in diesem Jahr wird es einen erneuten Anlauf geben.

Wie teuer ist das Bauland in Pirna?

Die Preise sind deutlich niedriger als in Dresden. Bei integrierten Lagen geht in der Landeshauptstadt der Quadratmeterpreis bei 150 Euro los. Bei uns in Pirna gibt es je nach Lage Bauland für 40 bis 100 Euro pro Quadratmeter. Die TLG zum Beispiel vermarktet die Top-Innenstadtlage am "Felsenkeller" für 85 bis 95 Euro.

In Pirna entstehen vermehrt Eigenheime. Bis zu 40 Einfamilienhäuser werden in diesem Jahr gebaut. Das sind rund zehn mehr im Vergleich zu den Vorjahren. Die Stadtentwicklungsgesellschaft vermeldete vor kurzem, dass sämtliche Parzellen im neuen Wohngebiet am Postweg verkauft sind. Wird Bauland in Pirna knapp? Diese Frage beantwortet Baubürgermeister Christian Flörke (parteilos) im Interview. Im Gespräch mit DNN-Mitarbeiter Silvio Kuhnert berichtet der zweite Mann an der Rathausspitze, wo in Zukunft neue Eigenheimstandorte entstehen können. Eine Potenzialfläche ist die Vogelwiese in Copitz.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.09.2012

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