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Ehemaliges Kassengebäude am Copitzer Natursee soll ein Imbiss werden

Naherholungszentrum Ehemaliges Kassengebäude am Copitzer Natursee soll ein Imbiss werden

Der Plan, im südlichen Bereich des Naherholungszentrums am Natursee in Copitz ein kleines Wohngebiet zu schaffen, ist vom Tisch. Die Bürgerinitiative „Naherholung Copitz“ möchte nun das dort befindliche ehemalige Kassenhäuschen als Imbiss wiederbeleben. Wie dieser Plan Realität werden soll, berichtet BI-Sprecher Armin Müller im Interview.

Armin Müller, Sprecher der Bürgerinitiative „Naherholung Copitz“

Quelle: Daniel Förster

Pirna. Der Plan, im südlichen Bereich des Naherholungszentrums am Natursee in Copitz ein kleines Wohngebiet zu schaffen, ist vom Tisch. Weder der Eingangsbereich am Söbrigener Weg noch das Grundstück der ehemaligen Massa-Halle werden im Zuge des Bebauungsplanverfahrens für das Natursee-Areal als Bauland ausgewiesen Das hat der Pirnaer Stadtrat auf seiner Sitzung am Dienstagabend bei einer Enthaltung einstimmig beschlossen. Somit bleibt das ehemalige Kassen- und Sanitärgebäude stehen. Für eine Wiederbelebung als Imbiss und Standcafé für die Besucher des Naherholungszentrums gibt es bereits Pläne. Wie sie realisiert werden sollen, berichtet Armin Müller, Sprecher der Bürgerinitiative „Naherholung Copitz“ im DNN-Interview. Die BI hofft auf viele helfende Hände wie einst bei der Entstehung des Naherholungszentrums Mitte der 1970er Jahre.

Frage: Im Zuge des neuen Bebauungsplan für das Areal am Natursee Copitz wird der Eingangsbereich am Söbrigener Weg sowie das Grundstück mit der ehemaligen Massa-Halle nicht als Bauland ausgewiesen. Herr Müller, sind Sie mit der Entscheidung des Stadtrates zufrieden?

Armin Müller: Ja, sicher! Für uns ist wichtig, dass die Pläne für eine Wohnbebauung eines Teils des Naherholungszentrum vom Tisch sind. Die Stadträte und die Agenda 21 haben sich für den erhalt und die Aufwertung des Sanitär- und Kassengebäudes ausgesprochen.

Und wie geht es nun weiter?

Wir wollen einen Verein gründen, der sich für die Aufwertung des Naherholungszentrums einsetzt. Vor der Stadtratssitzung fand am Dienstag vor Ort ein Gespräch mit dem Oberbürgermeister statt. Dabei ging es um die Schaffung einer Sanitäranlage für die Besucher des Natursees. Eine Nutzung des früheren Sanitär- und Kassengebäudes ist frühestens im nächsten Jahr möglich. Daher haben wir mit dem OB uns die Toilettenanlage am Eingang des Campingplatzes angeschaut. Da befindet sich eine Hütte, die außen mit Holz verkleidet ist. Dort befinden sich zwei WCs darin. In gut einer Woche ist sie renoviert. Und sie wäre sofort benutzbar, da ein Kanalanschluss vorhanden ist.

Am Söbrigener Weg liegt kein Kanal an?

Die Toilettenanlage am Söbrigener Weg werden wir dieses Jahr zwar noch sanieren. Sie kann aber noch nicht genutzt werden. Die Abwässer laufen zur Zeit noch in eine Grube und das überschüssige Wasser dann weiter in einen Graben ab. Diese Art der Abwasserentsorgung ist seit Anfang dieses Jahres in Sachsen verboten. Die Stadtwerke Pirna wollen aber im nächsten Jahr auf dem Söbrigener Weg einen Abwasserkanal verlegen. An diesen kann dann das Sanitärgebäude angeschlossen werden. Im nächsten Jahr soll es mit einem Imbiss und Strandcafé in Betrieb gehen.

Wie steht denn die Stadtverwaltung zu dem Projekt?

Der Oberbürgermeister ist grundsätzlich dafür, dass wir das Objekt als Verein übernehmen. Denn die Stadt hat keine Gelder zur Verfügung, unter anderem wegen der Kosten für die Beseitigung der Hochwasserschäden, um zum jetzigen Zeitpunkt in das Naherholungszentrum zu investieren. Das trifft auch für die Stadtwerke Pirna zu, denen das Naturseeareal gehört. Aber wenn wir in das Gebäude nicht investieren und es einfach so stehen lassen, dann wird es in zwei bis drei Jahren nicht mehr brauchbar sein und kann nur noch abgerissen werden.

Und mit welchen Mitteln möchte die Bürgerinitiative die Sanierung des Eingangsbereichs am Söbrigener Weg finanzieren?

Wir hoffen durch Sach- und Geldspenden, die erforderlichen Mitteln zusammenzubekommen. Deshalb planen wir, einen Verein zu gründen, sobald der Vertragsvorentwurf für die Übernahme des Objektes vorliegt. Als Verein können wir Spenden einwerben. Zudem wollen wir das bürgerschaftliche Engagement wie bei der Entstehung des Naherholungszentrums wiederbeleben. Damals vor rund 40 Jahren haben die Bürger freiwillig in ihrer Freizeit mit angepackt. Wir hoffen, dass wir wieder zahlreiche Menschen zusammenbekommen, die auf freiwilliger Basis bei der Sanierung mitwirken. Handwerksbetrieb sind recht herzlich eingeladen, einen Beitrag zu leisten.

Von Silvio Kuhnert

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