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Ehemaliger Gasthof Kohlsdorf wird aus dem Dornröschenschlaf geweckt

Badenwürttembergischer Investor saniert denkmalgeschütztes Objekt Ehemaliger Gasthof Kohlsdorf wird aus dem Dornröschenschlaf geweckt

Die Ventar Immobilien AG will den verfallenen Gasthof Kohlsdorf in Freital sanieren und zu einem Wohnkomplex umbauen.

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Quelle: PW

Freital. Richtig heruntergekommmen, als ein Schandfleck, an dem der Zahn der Zeit unerbittlich nagte, präsentiert sich der ehemalige Gasthof Kohlsdorf in Wurgwitz. Seit vielen Jahren steht das aus mehreren Gebäuden bestehende Objekt leer. Zuletzt war es teilweise als Wohnraum genutzt.

Jetzt will sich die Ventar Immobilien AG des Gebäudekomplexes angenommen. Der Investor plant, durch denkmalgerechte Sanierung insgesamt 18 Eigentumswohnungen entstehen zu lassen. Geplant sind 2-, 3,- und 4-Raumwohnungen mit Größen zwischen 50 und 100 m2. „Vor den Toren Dresdens“ heißt der Slogan, mit dem Anleger für den Kauf von Wohnungen gewonnen werden sollen.

Die Böblinger haben bereits umfangreiche Erfahrungen mit der Sanierung denkmalgeschützter Häuser in Dresden und in der Region. Jüngstes Beispiel ist das Weistropper Schloss. Das Geschäftsmodell ist gut durchdacht: Ausschließlich unter Denkmalschutz stehende, sanierungswürdige Gebäude werden gekauft. Architekten und Vorplaner erstellen Dossiers, in denen das fertig sanierte Objekt mit dessen Baubeschreibung und dem Energieausweis sowie den Grundriss und dem Preis für jede einzelne Wohnung ausgewiesen werden. Die Vorplanungen werden mit den Denkmalschützbehörden abgestimmt. Erst nach dem Verkauf aller Wohnungen kann ein Antrag auf Förderung der denkmalgerechten Sanierung gestellt werden. Bisher haben die Böblinger „ihre“ Wohnungen problemlos an den Mann gebracht. Sie sind für die qualitativ hochwertige und auch termingerechte Ausführung der Vorhaben bekannt. Die mit dem Prädikat „Denkmalgerechte Sanierung“ gewährte staatliche Förderung schlägt sich in günstigen Kaufpreisen nieder.

Noch vor dem Winter will Ventar mit den Bauarbeiten beginnen, und schon Ende 2017 dürfte sich in der malerischen Lage zwischen den Pesterwitzer Weinbergen der ehemalige Gasthof Kohlsdorf als ein Schmuckstück hervorheben

Der Gasthof Kohlsdorf blickt auf eine recht lange Geschichte zurück. Bereits im 15. Jahrhundert wird eine Gaststätte an dieser Stelle in Kohlsdorf erwähnt. Die dokumentierte Geschichte beginnt am 27. März 1883, als ein Friedrich Wilhelm Lommatzsch den Gasthof „Zum grünen Thälchen“ übernahm. Um 1900 begann Lommatzsch mit umfangreichen Erweiterungen. so erhielt der „Gasthof Kohlsdorf“, so hieß er fortan, gleich mehrere prächtig ausgestattete Säle. Er war sowohl bei den Dresdnern wie auch bei den Freitalern beliebt. Hier wurde fleißig getanzt. Eine Kegelbahn fehlte auch nicht, und ein großzügig gestalteter Garten kam hinzu. Ein kleines Schwimmbad im Hammerteich, den der Gastwirt anlegen ließ, wurde wegen fehlender Besucherresonanz wieder geschlossen. Der Name Hammerteich wird zurückgeführt auf ein in vor- frühindustrieller Zeit am Standort vorhandenes Hammerwerk für die Erzverarbeitung zurückgeführt.

In DDR-Zeiten führten Schwierigkeiten in der Versorgungslage zur Schließung des Gasthofes.

Von Peter Weckbrodt

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