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Eberspächer investiert 88 Millionen Euro

Eberspächer investiert 88 Millionen Euro

Ein Raumschiff ist nicht in Wilsdruff gelandet, auch wenn das neue Werk von Eberspächer aus der Luft wie eine fliegende Untertassse aus einem Science-Fiction-Film aussieht.

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Kein Raumschiff, sondern der neue Industriestandort von Eberspächer - hier werden künftig Abgasanlagen für Nutzfahrzeuge produziert.

Quelle: Jürgen M. Schulter

Wilsdruff. Von Silvio Kuhnert

Anders als im Raumschiff Enterprise und Co. widmet sich der Automobilzulieferer nicht einer erfundenen Wissenschaft, sondern ganz realer Abgastechnik. "Im Eberspächer-Werk Wilsdruff werden Nutzfahrzeug-Abgasanlagen hergestellt, die der strengen Euro-6-Norm entsprechen", berichtet Unternehmenssprecher Axel J. Witt. Diese Norm sei ab 2014 in Europa verbindlich, wobei bestimmte Hersteller bereits jetzt Fahrzeuge auf den Markt bringen, die diese Norm erfüllen. "Rund 60 Prozent aller Lkw in Europa werden mit einer Euro-6-Abgasreinigungsanlage ausgerüstet sein, die von Eberspächer hergestellt wurde", informiert Witt weiter.

Um die Brummis mit besseren Auspuffanlagen zu versorgen, baut das weltweit tätige Unternehmen aus dem schwäbischen Esslingen im Gewerbegebiet "Hühndorfer Höhe" ein neues Werk. Die Grundsteinlegung für die vier Produktions- und Logistikhallen mit insgesamt rund 25 500 Quadratmetern Nutzfläche war im November 2010. Vor rund einem Jahr stand der Rohbau. Die Produktions- und Montagehallen mit angegliedertem Warenausgang sind kreuzartig angeordnet. Die Büro- und Besprechungsräume verteilen sich in einem zentralen Rundbau auf drei Etagen. "Seit Frühjahr werden Vorserienprodukte hergestellt", teilt Witt mit. Derzeit lässt Eberpächer weitere Fertigungslinien aufbauen. "Im Frühjahr 2013 soll der Regelbetrieb beginnen. Ab dann werden mehrere hunderttausend Abgasanlagen pro Jahr in über 100 Varianten das Werk verlassen", führt Witt aus.

Mit der neuen Produktionsstätte bringt Eberspächer neue Jobs in die Region. "Vor einem Jahr waren es sieben Mitarbeiter, am Anfang dieses Jahres 27, und zur Zeit sind 60 Mitarbeiter im Werk tätig", sagt Witt. Zu Beginn des neuen Jahres sollen bereits 150 Menschen dort in Lohn und Brot stehen. "Mittelfristig ist ein weiterer Aufbau vorgesehen", versichert Witt. Stellenausschreibungen sind auf der Internetseite des Unternehmens zu finden.

Die Umsetzung der Euro-6-Norm füllt die Auftragsbücher bei Eberspächer. Weil die bestehenden Werke der Gruppe für die kommenden Jahre vollständig ausgelastet sind, entsteht im Landkreis die neue Produktionsstätte. Für eine Ansiedlung in Wilsdruff sprachen mehrere Faktoren. Zum einen liegt das Gewerbegebiet zentral in Europa. Es besteht eine gute Verkehrsanbindung im Großraum Dresden. Zum anderen lockte das hiesige Reservoir an Facharbeitern und Ingenieuren die Eberspächer-Gruppe an. In die Entwicklung des neuen Standorts werden rund 88 Millionen Euro investiert.

Das Unternehmen blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2011 zurück. Der Konzernumsatz stieg um 34 Prozent auf 2,59 Milliarden Euro. Er lag erstmals wieder über dem Niveau des Vorkrisenjahres 2008. Der Gewinn betrug 76,3 Millionen Euro. Insgesamt 6331 Menschen gibt der Konzern Arbeit. Eberspächer zählt zu den führenden Systementwicklern und -lieferanten für Abgastechnik, Fahrzeugheizungen und Busklimasysteme. Kunden sind nahezu alle europäischen, nordamerikanischen und immer mehr asiatische Pkw- und Nutzfahrzeug-Hersteller. Im vorigen Jahr gründete die Gruppe ein neues Unternehmen in China.

www.eberspaecher.com

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.07.2012

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