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Durchbruch an der Gartenstraße in Radebeul

Durchbruch an der Gartenstraße in Radebeul

Der Durchstich der Gartenstraße auf die Schildenstraße in Radebeul-Ost ist beschlossene Sache. Eigentlich wäre "Durchbruch" die bessere Bezeichnung für die Verlängerung der Gartenstraße um ein paar Dutzend Meter, denn mit dem lange avisierten Vorhaben wird eine Reihe von Folgemaßnahmen möglich, die das Sanierungsgebiet südlich der Bahnlinie abschließen werden.

Radebeul. Von Uwe Hofmann

Bisher endet die Gartenstraße - nomen est omen - an einem Gartenzaun. Jahrelang hat die Stadtverwaltung mit den Grundstückseigentümern verhandelt, um die Straße auf die nahe gelegene Schildenstraße zu verlängern. Im Februar konnte Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos) endlich von einem Erfolg berichten. Nun sollen noch in diesem Jahr vorbereitende Maßnahmen beginnen, damit im Frühjahr die Straße gebaut werden kann. 210 000 Euro sind als Baukosten veranschlagt.

Sobald die Strecke befahrbar ist, lässt sich die Kreuzung der Kaditzer Straße mit der Serkowitzer Straße und der Schildenstraße umbauen, die dem dort gelegenen Gasthaus den Namen "Scharfe Ecke" verschafft hat. Wie unübersichtlich der Bereich gerade für Ortsfremde ist, hat erst in der vergangenen Woche ein polnischer Lkw-Fahrer bewiesen, dessen Laster unkontrolliert in ein Haus rollte, weil er das Führerhaus verlassen hatte, um nach dem Weg zu fahren. Die Kreuzung soll entsprechend "entschärft" und beruhigt werden, weil die Masse des Verkehrs künftig über die verlängerte Gartenstraße abfließen soll.

Das wirkt sich auch auf den nahe gelegenen Robert-Werner-Platz aus. Derzeit wird die kahle Pflasterfläche als Parkplatz genutzt. Sie soll zu einem kleinen Stadtpark umgestaltet werden, der als Zentrum des Areals angedacht ist. Diese Vorhaben werden mit Mitteln des auslaufenden Städtebau-Programms bezahlt. Allerdings hat die Stadt derzeit nur Zusagen über 730 000 Euro, die mit eigenen Mitteln auf rund 1,1 Millionen Euro aufgestockt werden. Es fehlen 300 000 Euro aus dem Fördertopf, die man in zwei Runden in den nächsten beiden Jahren noch einwerben will.

Während südlich der Bahn der Abschluss des Sanierungsgebiets ansteht, geht es nördlich davon erst richtig los. Dort greift die Stadt in einen anderen Fördertopf, hat bereits Zusagen über vier Millionen Euro bekommen, von denen ein Drittel für private Sanierungsvorhaben reserviert wird.

Neben dem Bahnhof hat Investor Christoph Dross das historische Eckhaus an der Sidonienstraße und Hauptstraße abreißen und das Baufeld vorbereiten lassen. Noch in diesem Jahr will er die Gründungsarbeiten für seinen Lebensmittelmarkt und das davorstehende Ärztehaus erledigt sehen. Auf der anderen Seite der Straße finden dieselben vorbereitenden Arbeiten für die Wohn- und Einkaufsmeile "Sidonienhöfe" statt.

Indessen beginnt die Stadt, am Bahnhofsgebäude zu werkeln. Im Westflügel ist schon die Stadtbibliothek untergebracht, nach dem Ausbau zum Kulturbahnhof wird auch noch die Volkshochschule einziehen. Rund 1,5 Millionen sind für den Umbau veranschlagt. Die Stadträte habe auf der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses etwa 175 000 Euro für Dachdecker- und Tischlerarbeiten freigegeben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.11.2011

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