Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Google+
Dürrhennersdorf - hier wählte jeder Dritte AfD

Dürrhennersdorf - hier wählte jeder Dritte AfD

Dunkle Wolken und Nieselregen über dem Lausitzer Bergland können der Alternativen-Hochburg nichts anhaben. Die treuen Gefolgsleute der Alternative für Deutschland (AfD) haben sich selbst übertroffen: Jeder dritte Wähler (33,6 Prozent) kreuzte bei der Landtagswahl die Lucke-Partei an.

Dürrhennersdorf. Womit der eigene Rekord von der Europawahl im Frühjahr (26,8 Prozent) übertroffen und der von der Bundestagswahl vor einem Jahr (15,9) mehr als verdoppelt wurde. "Eine ziemlich ausgeprägte Protesthaltung" liest der parteilose Bürgermeister Albrecht Gubsch daraus ab. Bei der Stimmenauszählung am Sonntagabend sei er "aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen", dass die Eurokritiker auch mit ihren Sachsenthemen so einschlagen. Selbst junge Leute aus dem 1000-Seelen-Ort hätten sich offen zur AfD bekannt. "Kriminalitätsbekämpfung bewegt die Leute", so der 48-jährige Lokalpolitiker, "besonders hier in Grenznähe".

Permanente Grenzkontrollen und beschleunigte Asylverfahren waren Ziele, mit denen die Rechtskonservativen in Ostsachsen punkteten. "Noch mehr hat mich die Mittelstandsförderung angesprochen", sagt Ramona Marschner. Die Chefin des "Schützenhauses" an der Hauptstraße hofft, dass "endlich der bürokratische Förderdschungel gelichtet und die kommunale Selbstverwaltung gestärkt wird", ganz so wie es die AfD-Kandidaten versprachen. Das hatten zwar auch schon andere vor, "nur gebessert hat sich nichts", so die Gastwirtin: "Etablierte Parteien machen lauter faule Kompromisse. Die AfD lässt auf einen Aufbruch hoffen."

Für Bäcker Gunter Heidorn zeigt das Wahlergebnis klar, "dass eingefahrene Klientel-Politik nicht mehr zieht. Volksvertreter müssen auf Bürger und Unternehmen zugehen." Je mehr das abhanden komme, desto intensiver werde eine Alternative gesucht.

Im Görlitzer Wahlkreis, zu dem Dürrhennersdorf gehört, kam die AfD auf 14,6 Prozent. Damit zieht auch Silke Grimm aus dem benachbarten Seifhennersdorf mit 13 weiteren Fraktionskollegen für die AfD ins Sachsen-Parlament ein. "Wir haben die Probleme der Menschen in der Region erkannt und offen angesprochen", so die 47-jährige Reisebus-Unternehmerin. "Das hat den Menschen in Ostsachsen bisher gefehlt."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.09.2014

Winfried Mahr

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

23.08.2017 - 12:06 Uhr

Die schwarz-gelben Kicker absolvierten am Mittwoch eine besonders intensive und lange Einheit.

mehr