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Dresden setzt bei neuer VVO-Preisrunde geringere Steigerungen durch

Dresden setzt bei neuer VVO-Preisrunde geringere Steigerungen durch

Neue Preisrunde im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO). Ab dem 1. November müssen die Fahrgäste für die Tickets durchschnittlich 1,4 Prozent mehr zahlen.

Das hat der Zweckverband Verkehrsverbund Oberelbe am Mittwoch beschlossen. Die entscheidende Stimme kam dabei vom Landkreis Bautzen, der für die Preiserhöhung votierte. Die Vertreter aus Meißen, Pirna und Dresden enthielten sich. Der Abstimmung war ein heftiger Streit über die neuen Preise vorausgegangen. Hintergrund: Der Dresdner Stadtrat hatte in seiner Sitzung am 18. Juni für die Stadt andere als die von den VVO-Gremien empfohlenen Preise beschlossen. Damit scherte Dresden erstmals aus dem bislang üblichen Prozedere aus.

Deutlichste Änderung: Der Preis für Einzelkarten steigt relativ stark – um durchschnittlich 3,1 Prozent. „Wir wollen die Preise in Zehn-Cent-Schritten anheben“, begründete VVO-Geschäftsführer Burkhard Ehlen diesen kräftigen Aufschlag. Künftig kostet damit die Einzelfahrt in einer Zone 2,30 Euro statt der bisher üblichen 2,20 Euro. Auch die Viererkarte wird teurer. Ihr Preis steigt von derzeit acht Euro auf 8,20 Euro. Hier greift die erste Ausnahme, die die Dresdner gestern entsprechend dem Stadtratsbeschluss von Mitte Juni durchgesetzt haben: Der Preis für ermäßigte Viererkarten bleibt unverändert und beträgt auch künftig 5,20 Euro.

Neue Wünsche konnten die Dresdner entgegen den ursprünglichen Absprachen im Zweckverband unter anderem auch bei den Abo-Monatskarten durchsetzen. Ihr Preis klettert von 39 auf 39,90 Euro pro Monat, für die ermäßigte Abo-Monatskarten in Dresden werden ab November 30,50 statt den bisher üblichen 30 Euro fällig. Damit liegen die Preiserhöhungen leicht über den vom Stadtrat avisierten 1,5 Prozent.

Dass gestern lediglich der Landkreis Bautzen für die neue Preistabelle stimmte, ist ein Novum im VVO-Zweckverband. In den vergangenen Jahren haben zumeist auch die Vertreter aus Pirna und Meißen für die neuen Preise votiert und Dresden hat sich enthalten. Dieses Mal führten die Auseinandersetzungen zwischen der Stadt und der Zweckverbandsspitze dazu, dass lediglich die Lausitzer die Hand hoben, als abgestimmt wurde. „Einstimmig“, konstatierte der Zweckverbandsvorsitzende, Landrat Arndt Steinbach (CDU) aus Meißen.

Für die Dresdner Verkehrsbetriebe bedeutet das, dass sie 2016 nicht komplett mit den avisierten Ticketerlösen rechnen können. Vorstand Reiner Zieschank geht davon aus, dass die vom Stadtrat festgelegten Obergrenzen für die DVB ein Minus von mehr als 300 000 Euro ausmachen.

Christoph Springer

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