Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Drei Tage Handwerk und Design

Kunsthandwerker öffnen ihr Werkstätten Drei Tage Handwerk und Design

Dass traditionelles sächsisches Kunsthandwerk noch nicht ausgestorben ist, wollen sächsische Unternehmen am Wochenende beweisen: Im Rahmen der europäischen Tage des Kunsthandwerks öffnen insgesamt 60 Kunsthandwerker in Dresden und den umliegenden Landkreisen ab heute bis Sonntag wieder ihre Türen.

Voriger Artikel
47 Sachsenweine dürfen wieder in den Handel
Nächster Artikel
Getriebewerk in Pirna steht vor dem Aus


Quelle: Handwerkskammer Dresden/Werbeagentur Haas

Coswig/Dresden. Dass traditionelles sächsisches Kunsthandwerk noch nicht ausgestorben ist, wollen sächsische Unternehmen am Wochenende beweisen: Im Rahmen der europäischen Tage des Kunsthandwerks öffnen insgesamt 60 Kunsthandwerker in Dresden und den umliegenden Landkreisen ab heute bis Sonntag wieder ihre Türen. Die Teilnehmer präsentieren dabei ihre ausgefallenen Ideen, experimentelle Objekte und vor allem hochwertige Arbeiten. Besucher können am Wochenende durch die Werkstätten und Ateliers flanieren und den Kunsthandwerkern bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen. Die Betriebe bieten darüber hinaus Workshops, Vorträge, Mitmachaktionen für Kinder oder Werkstattführungen an.

Eine, bei der man am Wochenende sächsisches Kunsthandwerk erleben kann, ist Heidi Folprecht aus Coswig. Was bei ihr als Hobby begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einer leidenschaftlichen Berufung entwickelt. Seit 1988 widmet sich die Blaudruckerei Folprecht in ihrer Werkstatt dem Blaudruck. Dabei handelt es sich um ein selten gewordenen Handwerk, bei dem durch ein spezielles Färbeverfahren mit pflanzlichem Indigo ein weißes Muster auf blauem Untergrund entsteht. Färben lassen sich dabei nur reine Naturfasern wie Baumwolle, Leinen sowie Samt und Seide. Mit verschiedenen Stempeln zaubert Folprecht zarte Blüten, Punkte und filigrane Ornamente auf die Stoffe. Diese stammen vorwiegend aus dem sächsischen Raum und sind teilweise schon 200 Jahre alt. Heidi Folprecht fertigt aus den bedruckten Kunstwerken Stoffservietten, Tischdecken, Kissenbzüge oder auch T-Shirts oder Einkaufsbeutel. „Jedes Stück ist ein echtes Unikat“, versichert die Inhaberin. Wer möchte, kann sich auf Wunsch individuelle Einzelstücke anfertigen lassen.

Das Blaudruckhandwerk hat seinen Ursprung im Mittelalter – Heidi Folprecht-Pscheida, die Inhaberin der Coswiger Werkstatt, übt es bis heute mit unveränderter Technologie aus. Damit führt sie das Erbe ihres verstorbenen Mannes Rolf Folprecht, der ebenfalls den Meistertitel des Blaudrucks trug, fort. Folprecht lädt am Wochenende täglich zwischen 11 und 16 Uhr zu Führungen durch ihre Werkstatt. „Ich möchte damit mein Handwerk in die Welt hinaustragen und Interesse für diese alte Tradition wecken“, so Folprecht. „Schließlich wäre es sehr schade, wenn irgendwann keiner mehr weiß, wie es geht.“

Weitere Informationen zum Tag des Europäischen Handwerks und den anderen Teilnehmern gibt es im Internet unter www.3tage-handwerk-design.de

Von Juliane Weigt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr