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Drei Kletterunfälle binnen weniger Stunden, ein Bergsteiger kam ums Leben

Drei Kletterunfälle binnen weniger Stunden, ein Bergsteiger kam ums Leben

Drei Kletterunfälle in Schmilka, bei Rathen und im Bielatal haben am Montag in der Sächsischen Schweiz Helfer mehrerer Bergwachtgruppen und weitere Einsatzkräfte in Atem gehalten und an den Rand ihrer Möglichkeiten gebracht.

Trotz aller Bemühungen konnten sie einem verunglückten Bergsteiger nicht mehr helfen. Ein weiterer kam schwer verletzt in die Uniklinik Dresden.

Besonders tragisch endete der Kletterausflug eines 70-Jährigen aus Pirna. Der Mann, der in Sportkreisen als sehr erfahrener Bergsteiger gilt, hatte als Vorsteiger einer vierköpfigen Seilschaft mit etwa gleichaltrigen Kletterfreunden aus Dresden, Eschdorf und Pirna von der Talseite aus den Großen Gratturm im Schmilkaer Gebiet erklommen. Dabei nutzten die Bergsteiger den Finneweg, einen klassischen Kletterweg der Schwierigkeitsstufe VIIa. Als der zweite Kletterer den Gipfel erreicht hatte und dieser die anderen beiden Bergsteiger bei deren Aufstieg sicherte, hatte der Pirnaer seine Sicherung abgelegt. Niemand weiß, was dann passiert ist.

Ausgebunden und völlig ungesichert muss er laut seinen Begleitern, aus deren Blickwinkel er verschwunden war, zum nur wenige Meter entfernten Gipfelbuch gegangen sein. Aus völlig unerklärlichen Gründen verlor der Mann das Gleichgewicht und stürzte auf der Massivseite gegenüber dem Aufstiegsweg mehr als 20 Meter tief in einem Kamin. Der Mann blieb schwer verletzt kopfüber im Fels stecken. Er verstarb, nachdem er bereits aus seiner misslichen Lage befreit worden war. Fast parallel zu diesem Zeitpunkt waren die Helfer der Bergwacht Bad Schandau und Pirna am Talwächter in Kurort Rathen im Einsatz. Dort war eine knappe Stunde zuvor ebenfalls ein Vorsteiger abgestürzt. Der 65-Jährige wird seit Montagabend in der Dresdner Uniklinik gepflegt.

An der Großen Herkulessäule im Bielatal saß am Montagabend ein Kletterer in der Mitte des sogenannten Alten Weges (Schwierigkeitsgrad V) fest. Eine Frau sicherte sein Seil. "Der Mann wurde von der hereinbrechende Dunkelheit überrascht und traute sich keinen Schritt mehr nach von oder zurück", so Stefan Falkenau, Einsatzkoordinator der Bergwacht. "Er war weder verletzt noch hatten ihn die Kräfte verlassen". Die Bergretter kletterten im Dunkeln an dem ausharrenden Mann vorbei bis auf den Gipfel. Von dort aus ließen sie ein neues Seil hinab und konnten ihn so weit ablassen, dass er wieder sicheren Boden unter den Füßen hatte.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.08.2014

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