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Dippoldiswalde war einst ein Zentrum des Silberbergbaus - lange wusste niemand davon

Dippoldiswalde war einst ein Zentrum des Silberbergbaus - lange wusste niemand davon

Als 2002 die Wassermassen der Roten Weißeritz durch Dippoldiswalde schossen, glaubte niemand, dass das Hochwasser einen verborgenen Schatz zum Vorschein bringen könnte.

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Dieser Deckelknauf ist ab 24. Oktober in der Ausstellung "Silberrausch und Berggeschrey" zu sehen.

Quelle: Arno Burgi, dpa

Dippoldiswalde. Doch jahrhundertelang versteckten sich unter der Stadt vergessene Silberbergwerke aus dem Mittelalter, die durch die Fluten freigespült wurden. Ein unterirdisches Labyrinth kam zum Vorschein, in dem Mitarbeiter des Landesamtes für Archäologie Dresden europaweit einzigartige Holzfunde sicherstellten.

Diese Entdeckungen waren die Initialzündung für das deutsch-tschechische ArcheoMontan-Projekt, das seit 2012 den mittelalterlichen Bergbau in Sachsen und Böhmen erforscht. Am 24. Oktober eröffnet in der Osterzgebirgsgalerie im Dippoldiswalder Schloss die Ausstellung "Silberrausch und Berggeschrey - Archäologie des mittelalterlichen Bergbaus in Sachsen und Böhmen". Die Schau erzählt die Entdeckungsgeschichte der Silbergruben sowie vom mittelalterlichen Leben und Arbeiten der Bergleute. Über 150 Exponate wie Werkzeuge, Holzfunde und Keramik, aber auch Medienstationen und 3D-Animationen ermöglichen einen Einblick in den frühen Bergbau.

"Diese Entdeckung war wie ein Sechser im Lotto", sagte Dr. Christiane Hemker, Projektleiterin bei ArcheoMontan. Die Funde zeugen davon, dass Dippoldiswalde nach Freiberg wohl der zweitälteste Abbauort für Silbererze im Erzgebirge ist. Zwar gibt es keinerlei schriftliche Quellen, dennoch ist nun klar, dass der Bergbau in Dippoldiswalde bereits um das Jahr 1180 begann. Zudem können die Wissenschaftler bereits Aussagen über die Herkunft der Bergleute treffen. "Wir sind uns relativ sicher, dass die Bergarbeiter aus fremden Revieren von den Grundbesitzern gerufen wurden, um das Gebiet neu zu erschließen", erklärte Hemker. Vermutlich stammten die Arbeiter aus dem Harz, denn der war bereits eine etablierte Bergbaugegend.

Zudem fanden die Forscher heraus, dass die Dippoldiswalder Bergleute relativ wohlhabend waren und sich in genossenschaftlichen Berggemeinden organisierten. Um solche und weitere Erkenntnisse zu erlangen, sind über 50 Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen für das ArcheoMontan-Projekt im Einsatz. Auch ihrer Arbeit von archäologischen Dokumentationsmethoden über die Identifizierung möglicher Relikte bis hin zur Restauration wird die Ausstellung gerecht. Noch bis 29. März 2015 ist sie für Besucher geöffnet. Danach ist die Wanderausstellung für weitere Standorte vorgesehen.

Mehr dazu gibt es unter www.silberrausch-berggeschrey.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.10.2014

susa

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