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Die S 172 in Pirna wird im Frühjahr wegen Bauarbeiten einen Monat lang teilweise gesperrt

Staugefahr auf Hauptverkehrsader Die S 172 in Pirna wird im Frühjahr wegen Bauarbeiten einen Monat lang teilweise gesperrt

Im Frühjahr müssen Autofahrer in Pirnas Gewerbegebiet an der S 172 mit starken Verkehrseinschränkungen rechnen. Um die Kunstseidensiedlung künftig besser vor einer Überflutung zu schützen, lässt die Stadt für den Hospitalbuschbach einen neuen Kanal zur Elbe bauen. Das Rohr muss aber auch die Staatsstraße unterirdisch queren.

Um die Gefahr von Schlammlawinen nach heftigen Gewittergüssen wie im August 2010 auf der S 172 künftig zu minimieren, bekommt der Hospitalbuschbach ein neues Abflussrohr zur Elbe.

Quelle: Daniel Förster/Archiv

Pirna. Auf der S 172 in Pirna droht im Frühjahr Stau. Die Stadt lässt ein neues Abflussrohr für den Hospitalbuschbach verlegen. Und dieses wird im Kreuzungsbereich zur Heidenauer Straße und Fabrikstraße – bei Möbel Graf – die einstige Bundes- und heutige Staatsstraße queren. „Es ist eine Sperrung der S172 in Richtung Dresden erforderlich“, teilt Tiefbauamtsleiterin Kerstin Westermann mit. Diese werde rund einen Monat dauern und voraussichtlich im April und Mai erfolgen. Darüber hinaus kann die Stadtverwaltung weitere „erhebliche Einschränkungen des öffentlichen Verkehrs“ im gesamten Bauzeitraum nicht ausschließen. Der neue Abflusskanal in Richtung Elbe soll vom 21. März bis Anfang Dezember in den Untergrund gebracht werden.

Der Hospitalbuschbach ist ein relativ unscheinbares Gewässer, das vom Barockgarten Großsedlitz kommend durch das Kerbtal des Hospital- und Schlosserbusch ins Elbtal plätschert. Oberhalb der Kunstseidensiedlung verschwindet der Bach in einem Rohr und am Ende in der Kanalisation. Nach heftigen Gewittergüssen schwoll das Rinnsal allerdings zu einer Geröll- und Schlammlawine an. Das Rohr konnte die Wassermassen nicht fassen. Eine Flutwelle stürzte die Großsedlitzer Straße hinunter und ergoss sich über Heidenauer Straße und S 172. Keller und Häuser wurden unter Wasser gesetzt und die Staatsstraße war nicht mehr passierbar. Möbel Graf wurde immer wieder in Mitleidenschaft gezogen. Denn das Möbelhaus steht genau in der Fließrichtung des Hospitalbuschbaches, wenn dieser nach Starkregen nicht mehr in seinem Bett bleibt – so geschehen 2002, 2006, 2010 und 2013.

Nach der letzten Flut entschloss man sich im Pirnaer Rathaus zu einem umfangreichen Hochwasserschutz für die Kunstseidensiedlung. Unter anderem ist neben dem Bau eines Regenrückhaltebeckens im Bereich des Garagenhofes am oberen Ende der Großsedlitzer Straße auch eine Umverlegung des Bachlaufs geplant. In einem neuen Rohr soll der Bach künftig nicht mehr ins Abwassernetz, sondern bis zur Elbe fließen. Dafür muss in der Kunstseidensiedlung die Kanalisation von einem Misch- in ein Trennsystem umgewandelt werden. Die Abwässer aus den Häusern fließen nach den Bauarbeiten in einem Schmutzwasserkanal ab. Der Bach verläuft unterirdisch durch ein künftig größeres Rohr und nimmt das Regenwasser aus der Kunstseidensiedlung und dem Gewerbegebiet zur Elbe mit.

Wie eine Anfrage von Stadtrat Peter Tränkner (Pirnaer Bürgerinitiativen) ergab, wird der Abflusskanal von der Heidenauer Straße aus unter der S 172 hindurch und dann weiter entlang der Fabrikstraße verlegt. Während der Bauarbeiten im Kreuzungsbereich wird rund einen Monat lang die Staatsstraße in Richtung Heidenau und Dresden gesperrt. Die Umleitung soll über die Glashüttenstraße und die Fabrikstraße erfolgen. Des Weiteren wird das Westende der Heidenauer Straße zur S 172 geöffnet. „Ist eine Öffnung für immer vorgesehen?“, fragte Tränkner im Rathaus nach. Wie Tiefbauamtsleiterin Westermann informiert, handelt es sich bei der Öffnung an der Heidenauer Straße nur um einen Baubehelf. Dieser ist nicht als eine dauerhafte Lösung vorgesehen und wird nach Abschluss des Vorhabens wieder zurückgebaut.

Im nächsten Stadtentwicklungsausschuss werden die Stadträte die Bauleistung vergeben. Fast 1,6 Millionen Euro wird das Projekt kosten. Die Stadt bekommt 1,26 Millionen Euro über den Fluthilfetopf von Bund und Land gefördert.

Von Silvio Kuhnert

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