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Die Neue fürs Jawort in Meißen

Standesbeamtin Die Neue fürs Jawort in Meißen

„Heimkehrergeschichten“ erzählen sächsische Bürgermeister immer gerne, auch wenn sie im Dresdner Speckgürtel gar nicht mehr so selten sind. Insofern kein Wunder also, dass sich Oberbürgermeister Olaf Raschke persönlich um die Vorstellung der neuen Meißner Standesbeamtin bemühte.

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Christin Weber

Quelle: Uwe Hofmann

Meissen. „Heimkehrergeschichten“ erzählen sächsische Bürgermeister immer gerne, auch wenn sie im Dresdner Speckgürtel gar nicht mehr so selten sind. Insofern kein Wunder also, dass sich Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos), selbst frisch aus einem Abstecher in die japanische Partnerstadt Arita zurückgekehrt, persönlich um die Vorstellung der neuen Meißner Standesbeamtin bemühte. Christin Weber, 35 Jahre alt und Mutter von zwei Kindern, ist im brandenburgischen Elsterwerda unweit von Meißen aufgewachsen und nach Stationen in der brandenburgischen Hauptstadt Potsdam und Halle/Westfalen in Heimatnähe zurückgekehrt. „Mein Mann und die Kinder sind hier schon kräftig am Arbeiten, ich tue es ihnen nun nach“, sagte sie am Dienstag, nachdem sie aus den Händen des OB ihre Bestellungsurkunde erhalten hatte.

Die ausgebildete Verwaltungsfachangestellte ersetzt im Standesamt eine in den Ruhestand ausgeschiedene Kollegin und wird künftig als eine von drei Mitarbeiterinnen in der Behörde Geburten und Todesfälle in Register eintragen und vor allem Ehen schließen. In dieser Funktion durfte sie am Dienstag schon einmal einen Abstecher ins Standesamtszimmer im Historischen Rathaus machen, das laut OB Raschke als einziges noch originalen Putz vorweisen kann. Deshalb sind in dem Raum, der früher als Einnehmerzimmer gedient hat, die Wände mit Japanpapier und einer dünnen Putzschicht darüber geschützt, die Kabel verlaufen alle im Boden. Eine Besonderheit ist auch die historische Holzdecke. Ein Ambiente dass laut OB Raschke nicht nur Eheleute aus dem Standesamtsbezirk Meißen schätzen, der auch die Gemeinden Käbschütztal, Klipphausen und Diera-Zehren umfasst. „Hier fahren die Menschen mit der Feuerwehr oder mit einem Motorrad-Corso vor, hier lassen sie Tauben steigen“, sagt er. Für Weber, die in ihrer bisherigen Tätigkeit zumeist im Bürgerbüro gearbeitet hat, eine neue Erfahrung, auch wenn sie in Halle/Westfalen schon übergangsweise im Standesamt tätig war.

Rund 250 bis 300 Ehen werden in Meißen jedes Jahr geschlossen, davon jeweils 30 bis 40 auf der Albrechtsburg und im Proschwitzer Schloss, wo ebenfalls das Meißner Standesamt zuständig ist. In diesem Jahr habe man bisher genau 237 Ehen geschlossen, sagt Leiterin Brit Fatteicher. „Wir werden also wieder auf unser Pensum kommen.“ Beliebt sei Meißen als Hochzeitsort nicht nur bei Menschen aus der Region, sondern zunehmend auch bei Brautleuten aus Dresden und Leipzig.

Von Uwe Hofmann

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