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Die Kreisumlage sinkt um 2,4 Millionen Euro

Die Kreisumlage sinkt um 2,4 Millionen Euro

Landkreis Meißen. Gute Nachrichten für alle Kämmerer im Landkreis Meißen: Die Kreisumlage soll sinken. Von 33,88 Prozent auf 33,3 Prozent, wie Kreiskämmerin Janet Putz mitteilt.

Oder in Zahlen ausgedrückt: 2,4 Millionen Euro weniger, die der Landkreis in diesem Jahr von den Kommunen kassieren will. Dabei resultieren 1,3 Millionen Euro aus der Absenkung der Kreisumlage. Weitere 1,1 Millionen Euro weniger fließen an das Landratsamt, weil die Schlüsselzuweisungen und Steuereinnahmen an die Kommunen des Landkreises, von denen der Landkreis mit der Kreisumlage seine Prozente abschöpft, weniger üppig ausfallen als zuvor angenommen. Hatte man im Vorjahr für 2015 noch rund 228 Millionen Euro prognostiziert, geht man aktuell von rund 224 Millionen Euro aus. Das sei aber immer noch mehr als das tatsächliche Ergebnis von 2014, das bei 222 Millionen Euro lag, wie Kreiskämmerin Janet Putz betont.

Diese doch gewaltigen Summen werfen die Frage auf, wie sich die gesunkene Kreisumlage auf einzelne Kommunen auswirkt. Radebeul etwa müsste nach altem Satz in diesem Jahr rund 11,9 Millionen Euro Kreisumlage an das Landratsamt überweisen, wie Kämmerin Kerstin Kramer errechnet hat. Bei einer Absenkung um 0,58 Prozentpunkte würde sich die größte Stadt im Landkreis immerhin knapp 120 000 Euro sparen. Geld, dass beispielsweise in die Sanierung von Straßen und Schulen gesteckt werden könnte, weil es der Kreis zur Finanzierung seiner Pflichtaufgaben nicht benötigt.

Zwiespältig fällt die gleiche Rechnung in Coswig aus. Die Große Kreisstadt müsste nach altem Satz etwas mehr als 6,4 Millionen Euro zahlen, darf bei sinkender Kreisumlage mit einer Ersparnis von rund 110 000 Euro rechnen, wie Bürgermeister und Kämmerer Thomas Schubert (parteilos) mitteilt. "Dies ist aber leider für Coswig keine wirkliche Einsparung, sondern nur eine Minderbelastung", teilt Schubert mit. Die Ursache dafür liegt in dem Coswiger Brauch, einen Haushalt gleich für zwei Jahre zu beschließen. Der aktuelle Doppelhaushalt 2014/15 wurde zu einer Zeit beschlossen, als noch der alte Kreislagenumsatz des Jahres 2013 von 31,8 Prozent galt. Entsprechend sind im Haushaltsplan rund 5,6 Millionen Euro eingeplant, rund 700 000 Euro weniger, als trotz der Senkung der Kreisumlage auf Coswig zukommen werden. Es sind Zahlenspiele wie diese, die erklären, warum viele Kämmerer unter der Abgabe stöhnen.

Ganz anders dagegen in Weinböhla. Dort spart man sich von den bisher kalkulierten rund 2,82 Millionen Euro etwa 50 000 Euro, wenn der Kreisumlagensatz sinkt. In Meißen geht man derzeit noch davon aus, dass die Stadtkasse 2015 rund 8,7 Millionen Euro überweisen muss. Fällt die Kreisumlage auf 33,3 Prozent, könnte die Porzellanstadt rund 150 000 Euro sparen. In trockenen Tüchern ist das allerdings noch nicht. Die Kreisräte werden vermutlich im März über den neuen Kreisumlagensatz entscheiden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.02.2015

Uwe Hofmann

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