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"Die Grenze der Zumutbarkeit ist schon erreicht - Jörg Hänisch will Moritzburgs Bürgermeister werden

"Die Grenze der Zumutbarkeit ist schon erreicht - Jörg Hänisch will Moritzburgs Bürgermeister werden

Jörg Hänisch: Mein Herz schlägt für diese Gemeinde. Seit 1990 bin ich hier engagiert, in der Kommunalpolitik und als Hauptamtsleiter sowie Kämmerer.

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Der parteilose Kandidat Jörg Hänisch geht für die SPD ins Rennen um das Amt des Bürgermeisters in Moritzburg.

Quelle: Martin Förster

Frage: Herr Hänisch, warum wollen Sie neuer Bürgermeister von Moritzburg werden?

Es gibt noch Entwicklungspotential in Moritzburg. Darüber hinaus rechne ich mir Chancen aus, habe bereits viel Zuspruch bekommen. Nicht nur seitens der SPD, die mit mir erstmals einen eigenen Kandidaten ins Rennen schickt.

Wer unterstützt Sie außerdem?

Die FDP hatte erklärt, dass sie meine Kandidatur unterstützt. Die Linke hat positive Signale gesendet. Als aktives Kirchgemeindemitglied hätte ich auch Kandidat für die CDU sein können, wenn sie mich gefragt hätte. Ich kenne viele aus der CDU.

Aus der Moritzburger CDU-Spitze hieß es, Sie seien für die Schuldenlast in den 1990er-Jahren verantwortlich. Deshalb könne man Sie nicht wählen. Sind Sie auf einen harten Wahlkampf eingestellt?

Ich bin kein Mensch, der auf Kampf aus ist. Es ist nicht meine Art, jemanden zu verletzen. Ich will über Sachthemen diskutieren, möchte mit meinem Wissen, meinem Können als Verwaltungsfachmann überzeugen.

Was ist aber mit dem Schulden, die seit den 1990er-Jahren gemacht wurden. Diese Frage wird vor der Wahl Thema sein?

Wir mussten damals viel in kurzer Zeit entscheiden. Außerdem habe ich nicht entschieden, sondern der Gemeinderat, in dem mehrere Parteien vertreten sind. Wir haben uns zudem nichts geleistet, das wir uns nicht hätten leisten können. Zudem sind Schulden nicht gleich Schulden: So mussten wir etwa das zentrale Abwassersystem für rund zehn Millionen D-Mark bauen. Es gab ja zuvor keines. Und bis 2015 sollen die noch fehlenden Ortsteile erschlossen werden. Hier muss man viel investieren, auch wenn dafür neue Schulden aufgenommen werden.

Wann ist Moritzburg schuldenfrei?

Das kann ich jetzt noch nicht konkret sagen. Der Schuldenberg könnte aber bis zirka 2030 abgebaut sein, wenn es keine Überraschungen geben sollte. Wichtig ist, dass es eine Balance gibt zwischen Schuldenabbau und Investitionen. Mit mir würde die solide Haushaltspolitik fortgesetzt. Man muss schauen, was man den Bürgern zumuten kann. Die Grenze der Zumutbarkeit ist schon erreicht. Hier ist Augenmaß gefragt.

Tourismus oder Gewerbeansiedlungen: Was ist wichtiger für die Gemeinde?

Beides ist wichtig und kann noch weiter entwickelt werden. In Boxdorf kann die Entwicklung für das Gewerbegebiet fortgeführt werden. In Bezug auf den Tourismus ist wichtig, dass die touristischen Einrichtungen in unserer Region vernetzt sind, davon profitiert jede einzelne. Diese Erfahrung habe ich seit 2001 gemacht, zuerst als Verwaltungsleiter im Schloss Moritzburg, später in der Zentrale des Schlösserland Sachsen in Dresden.

Gespräch: Stephan Klingbeil

Moritzburg. Am 24. März 2013 wird in der Gemeinde Moritzburg ein neuer Bürgermeister gewählt. Amtsinhaber Georg Reitz (CDU) will nach 14 Jahren an der Spitze nicht erneut antreten. Während der Gemeindeverband der CDU seinen Kandidaten erst am kommenden Dienstag wählt, hat sich die SPD am Donnerstag festgelegt. Der 51-Jährige Jörg Hänisch (parteilos) wurde einstimmig gekürt. Der Friedewalder hat vier Kinder, ist in Dresden beim Schlösserland Sachsen tätig. Er arbeitete von 1990 bis 2001 im Rathaus Moritzburg. Die DNN fragten ihn zu der Kandidatur.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.11.2012

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