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Die Geschichte der Kunstseide aus Pirna

Die Geschichte der Kunstseide aus Pirna

Ein Stück Pirna steckte einst in Damenunterwäsche oder Herrenzwirn, Teppich oder Autoreifen. Kunstseide aus der Elbestadt war ein Exportschlager. Eine neue Publikation widmet sich nun der umfassenden Firmengeschichte von den Anfängen der Garnherstellung durch die Familie Küttner im erzgebirgischen Sehma im Jahr 1820, der Umsiedlung von Hugo Richard Küttner nach Pirna und dem Aufbau eines Werkes in den Jahren 1908 und 1909, das patentierte Kunstseide in die gesamte Welt exportierte, bis hin zur Schließung Anfang der 1990er Jahre und dem späteren Abriss der Produktionshallen.

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Die Aufnahme zeigt das Kunstseidenwerk in den 1980er Jahren. Der Fabrikkomplex erstreckte sich einst an der B172 in Richtung Heidenau.

Quelle: Michael Breuel

Unter dem Titel "Kunstseide aus Pirna. Ein Unternehmen in Deutschlands Zeitläufen" liegt nun das Ergebnis der beiden Autoren Klaus Müller und Georg-Heinrich Treitschke, ein Enkel Hugo Küttners, nach jahrelanger Recherche in Buchform vor.

"Das Buch dokumentiert Industrie- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts", sagte Dr. Albrecht Sturm, Vorsitzender des Kuratoriums Altstadt Pirna, bei der Präsentation am Montagabend im Stadtmuseum. Der Kulturverein brachte die 292 Seiten umfassende und mit zahlreichen, teils farbigen Abbildungen versehene Publikation gemeinsam mit der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen und Volkskultur in der Reihe Grün-Weiß heraus. Das Interesse war groß. Die Stühle reichten im Kapitelsaal des Museums nicht aus, so dass etliche Besucher stehend die Vorstellung des im Verlag Gunter Oettel erschienen Werkes verfolgen mussten.

In dem Buch werden erstmals die komplexen Prozesse der Erfindung, der steten Verbesserung und effizienten Produktion von Kunstseide erläutert. Die extreme Umweltbelastung durch die Herstellung der Kunstfasern wird ebenso beleuchtet wie die Entwicklung des Betriebsareals zum Gewerbepark an der B172 nach Schließung und Abriss.

Das Buch kostet 24,95 Euro und ist bis Freitag nur in Pirna u.a. beim Kuratorium erhältlich. Ende dieser Woche kommt es dann in den Buchhandel. Das Kuratorium Altstadt Pirna hat außerdem seine aktuelle Ausstellung in der Mägdleinschule dem Kunstseidenwerk gewidmet. Aufgrund des regen Interesses endet sie noch nicht am 29. Januar, sondern wird bis in den Februar hinein verlängert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.01.2015

DNN

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