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Die Galerie am Plan in Pirna lädt zur letzten Ausstellung ein

Malerei und Grafik Die Galerie am Plan in Pirna lädt zur letzten Ausstellung ein

Am kommenden Sonntag öffnet zum letzten Mal eine Ausstellung in der Galerie am Plan. Nach gut acht Jahren gibt Galeristin Christiane Stoebe dieses Projekt auf. Pirna bleibt die Bildhauerin und Kunstpädagogin aber treu. Sie will sich künftig noch intensiver um eines ihrer „Kinder“ kümmern.

Vorbereitung für die letzte Ausstellung in der Galerie am Plan: Christiane Stoebe (l.) und Gisela Protze suchen den passenden Platz für das Bild von Gabi Keil (r.).

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Für Christiane Stoebe war es Liebe auf den ersten Blick, als sie vor dem Haus Am Plan 3 in Pirna stand. Sie treffe eigentlich keine Ad-hoc-Entscheidungen, sondern schlafe gern erst noch einmal eine Nacht darüber. Jedoch: „An dem Tag, als ich das Haus zum ersten Mal sah, beschloss ich, es zu kaufen“, erinnert sich die Bildhauerin und Kunstpädagogin. Das Gebäude war nur zum Teil saniert. Es befand sich noch im Rohbau. „Das Grundgerüst stand. Ich habe die Schönheit in Angriff genommen“, sagt Stoebe, die damit wohl nicht nur den Innenausbau meint. Im Herbst 2008 öffnete sie in der Schifftorvorstadt die Galerie am Plan, seit 2009 ist bei diesem Projekt Gisela Protze mit von der Partie. In rund 35 Ausstellungen haben zeitgenössische Künstler dort Malerei und Skulpturen gezeigt. Ab kommenden Sonntag ist mit Gabi Keil zum letzten Mal eine Kunstschaffende mit ihren Arbeiten zu Gast. Mit dem Ende ihrer Schau schließt am 4. Dezember die Galerie am Plan für immer. Ein großer Verlust für Pirna!

Ein Projekt müsse man zum richtigen Zeitpunkt schließen. Und dieser sei nun gekommen, berichtet Stoebe. Ihre Worte wirken gefasst, doch in ihren Augen blitzt ein Hauch von Wehmut auf. Als sie vor gut einem Jahr die Ausstellung „Malerei und Grafik“ mit Gabi Keil plante, war noch nicht abzusehen, dass dies der Abschied von der Galerie werden sollte. Doch im Sommer dieses Jahres war Christiane Stoebe plötzlich vor eine Wahl gestellt: entweder arbeitet sie als Galeristin weiter oder widmet all ihre Kraft ihrem anderen großen Kind in Pirna, dem Skulpturensommer. Beides ist aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr mit der gleichen Kraft wie bisher leistbar. Und da sie selbst Bildhauerin ist, lag die Entscheidung nahe: Christiane Stoebe wird sich künftig noch intensiver mit dem Projekt Skulpturensommer beschäftigen. Und im kommenden Jahr sind vom 7. Mai bis zum 30. September Plastiken einer großen Meisterin des 20. Jahrhunderts in den Bastionen des Schlosses Sonnenstein zu erleben. Anlässlich des 150. Geburtstages werden dort Arbeiten von Käthe Kollwitz zu sehen sein.

„Pirna könnte eine Kunststadt werden“ – mit diesen Worten brachte Christiane Stoebe ihre Vision einmal in den DNN auf den Punkt. Und nicht nur mit ihrer Galerie und dem Skulpturensommer wirkt die gebürtige Mannheimerin an der Verwirklichung maßgeblich mit. Zu einer festen Größe ist der alljährliche Fotowettbewerb geworden, dessen Ergebnisse immer in der Unterführung am Bahnhof gezeigt werden. Nicht immer endet eines ihrer Projekte gleich in einer Ausstellung. Im Sommer 2011 lud Stoebe drei Künstler nach Pirna ein, als die Sanierung des Schlosses im vollen Gange war. Sie sollten sich von der Stadt und dem Baugeschehen auf dem Sonnenstein inspirieren lassen. Unter ihnen war Gabi Keil. Ihre damaligen Skizzen und Entwürfe hat die 1970 in Oschatz geborene Künstlerin nun auf großflächigen Ansichten und in Detail verliebte Bilder auf Leinwand gebracht. Diese Arbeiten sind im Erdgeschoss der Galerie zu sehen. Im Obergeschoss sind eine Auswahl ihrer Landschafts- und Stadtlandschaftsbilder ausgestellt. Eröffnung ist am Sonntag um 17 Uhr.

www.galerie-am-plan.de

Von Silvio Kuhnert

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