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Die Coswiger Börse wird aufgehübscht

Die Coswiger Börse wird aufgehübscht

Jährlich 25 000 Besucher, dazu Tanzkurse, Bürgerakademie-Seminare, Fahrschulprüfung - man kann mit Fug und Recht sagen, dass die meisten Coswiger regelmäßig einen Fuß über die Schwelle des Kulturhauses Börse setzen.

Coswig.

Und wenn es nur zum jährlich dort stattfindenden Neujahrskonzert ist. 1993 wurde das Ende der DDR stillgelegte Haus nach tiefgreifender Umgestaltung wiedereröffnet und hat sich im Leben der Großen Kreisstadt etabliert. Jetzt ist der - den damaligen Moden entsprechend knallig türkisfarbene - Lack ab. Hie und da bröckelt der Putz, auf der Gebäude-Rückseite haben sich bedenkliche Risse gebildet, die aus Verwerfungen im Dachstuhl herrühren.

Höchste Zeit also für eine Überholung der Börse, wie auch Thomas Kretschmer findet. Der Geschäftsführer der Kulturbetriebsgesellschaft Meißner Land mbH, die unter anderem für den Veranstaltungsbetrieb in der Börse verantwortlich ist, wollte eigentlich schon im vorigen Jahr sein Haus in die Hände der Handwerker übergeben, damals gab es die heiß erwarteten Förder- mittel jedoch nicht. Das ist in diesem Jahr anders: Rund 80 000 Euro kom- men aus dem sächsischen Kunstministerium, 8000 Euro vom Kulturraum Meißen-Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Den Rest der rund 180 000 Euro Sa- nierungskosten bezahlt der Coswiger Eigenbetrieb Kommunale Dienste, zu dessen Eigentum das Gebäude zählt.

Für das Geld wird das Erscheinungsbild der Börse komplett überarbeitet. Die Vorbereitungen dafür beginnen bereits in der nächsten Woche. Mitte Juli soll dann das Gerüst gestellt werden. Dann seien die meisten der Abibälle dieser Saison gefeiert, so dass die Bauarbeiter zu Werke gehen können, wie Kretschmer sagt. Die Arbeitszeit wurde extra so gelegt, dass es so gut wie keine Einschränkungen gibt. Das Börse- Restaurant geht von Mitte Juli bis Ende August ohnehin in die Betriebsferien, weil sich der Betrieb in der meist veranstaltungsfreien Ferienzeit nicht lohnt und sich genügend Geld mit Caterings vor allem in der Villa Teresa verdienen lässt. Die nächste Veranstaltung im Saal der Börse ist erst im September geplant. Außerdem sollen in den Zeiten der verschiedenen Kurse, die auch über den Sommer laufen, Arbeiten verrichtet werden, die nicht so viel Krach machen. Eine wichtige Einschränkung gibt es jedoch: Das Verkaufsbüro schließt ab 21. Juli für zwei Wochen. In dieser Zeit wird der Putz abgeschlagen, weshalb ein Publikumsverkehr abseits der Hauptpforte aus Sicherheitsgründen vermieden werden soll. Tickets können aber die ganze Zeit über die Rufnum-mer der Börse oder im Internet bestellt werden.

Im Zuge der Arbeiten ändert sich das Erscheinungsbild der Börse gehörig. Die 1993 als Gesicht des Veranstaltungshauses konstruierte Hauptfront wird mit einem dunklen Blau angemalt, das sich stark von den flankierenden Rotflächen abheben soll. Die Sicht von der Straßenseite bleibt also farbig, wenngleich die Farbwahl zeitgemäßer ausfällt. Den Rest des Hauses verhüllt dann ein gediegenes Beige. Die derzeit montierte, aber für größere Veranstaltungen benötigte extra-Fluchttreppe an der Gebäudeseite soll einen zum übrigen Stil passenden Anstrich erhalten, so dass sie bei künftigen Einsatzzeiten weniger wie ein Provisorium aussieht. Zur Fassadengestaltung gehören auch kleinere Reparaturen im Umfeld des Gebäudes, etwa am Pflaster oder an der Dachrinne, falls es da Schäden geben sollte. Wichtig ist ein Eingriff im Dachstuhl, wo ein Dachbalken von innen gegen die Fassade drückt und für Risse sorgt. Diese Fehlstellung wird im Zuge der Arbeiten behoben.

Börse-Chef Kretschmer sieht mit der Fassadensanierung des Veranstaltungshauses langsam dem Ende der Umbauarbeiten entgegen. So ist die Lüftung schon vor Jahren erneuert worden, sind die Küche und das Börsen-Restaurant schon umgestaltet. Das Parkett in den Sälen wurde ebenfalls schon erneuert. Im nächsten Jahr müsste jetzt noch der 1900 errichtete und maximal 1090 Personen fassende Ballsaal einen neuen Farbanstrich bekommen, dann könnte im Haus für fünf Jahre Ruhe einziehen, wie Kretschmer sagt. "Wobei es für uns immer darum geht, auf dem aktuellen Stand zu sein", ergänzt er. Womöglich werde man in den nächsten Jahren etwas Geld in die Technik investieren müssen. Das Innere muss ja schließlich auch zur schmucken Hülle passen.

www.boerse-coswig.de, Tickets unter Ruf: 03523 / 70 01 86

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.07.2014

Uwe Hofmann

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