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"Die Bedingungen sind für Radfahrer nicht gut"

"Die Bedingungen sind für Radfahrer nicht gut"

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) testet wieder die Fahrradfreundlichkeit in deutschen Städten. Noch bis zum 30. November gilt es im Internet unter www.

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Steffen Hoffmann

Quelle: Daniel Förster

fahrradklima-test.de 27 Fragen zu beantworten. Steffen Hoffmann, Initiator der ADFC-Ortsgruppe in Pirna, erklärt, wo er im Hinblick auf den Radverkehr noch Nachholbedarf sieht.

Herr Hoffmann, wie fahrradfreundlich ist Pirna?

Nicht besonders. Es fahren zwar viele mit dem Rad und sicher würden noch mehr Menschen kurze Wege mit dem Fahrrad zurücklegen, aber die Bedingungen sind nicht gut.

Haben Sie ein Beispiel, wo die Radfahrer auf den Straßen das Nachsehen haben?

Besonders hervorstechend ist der stark frequentierte Bereich zwischen Busbahnhof sowie Bahnhof und der Innenstadt. Dort finden sich drei Straßen - Klosterstraße, Bahnhofstraße, Gartenstraße. Auf der erstgenannten wird seit Jahren gebaut, sie ist für den Verkehr gesperrt. Die Gartenstraße ist eine Einbahnstraße. Damit dürfen Radfahrer, wenn sie sich an die Verkehrsregeln halten, sich nicht in Richtung Innenstadt also in die entgegengesetzte Richtung zur Einbahnstraßenregelung bewegen. Dann bleibt nur die Bahnhofstraße, wo es keinen gesonderten Schutzstreifen für Radfahrer gibt. Dort fühlen sich aber viele nicht sicher, wenn die Autofahrer einem quasi hinten am Rad kleben. Deshalb nehmen sie lieber die Gartenstraßen, auch wenn das in Richtung Innenstadt nach der jetzigen Regelung verboten ist.

Beim letzten Fahrradklima-Test hat Pirna nur hintere Ränge belegt. Hat sich die Situation seit 2012 verbessert oder verschlechtert?

Das werden wir sehen, wenn die Ergebnisse der aktuellen Umfrage vorliegen und sich hoffentlich viele daran beteiligt haben. 2012 wurde Pirna mit der Gesamtnote 4,02 bewertet. Im sächsischen Vergleich ist das gar nicht mal so schlecht. Deutschlandweit betrachtet kann es allerdings noch viel besser gehen, was die Verkehrsinfrastruktur im Hinblick auf den Radverkehr betrifft.

Was müsste die Stadt tun, damit sich die Bedingungen für Pedaleure verbessern?

Die Stadt müsste konsequenter auf die Radfahrer hören. Seit der Gründung der ADFC-Ortsgruppe im Jahr 2013 setzen wir uns dafür ein, Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung für Radfahrer zu öffnen.

Zurzeit wird in Pirna ein neuer Verkehrsentwicklungsplan erarbeitet. Konnte sich die Ortsgruppe in den Diskussionsprozess einbringen?

Wir waren aktiv an den Workshops beteiligt. Unsere Ideen konnten wir einbringen. Wenn demnächst der Entwurf öffentlich ausliegt, werden wir noch einmal in das Papier schauen, welche Vorschläge konkret Eingang gefunden haben.

Was sollte aus Sicht der Radfahrer unbedingt im Verkehrsentwicklungsplan stehen?

Aus Sicht der Radfahrenden - von der alten Oma bis zum kleinen Kind - ist folgendes ganz wichtig: An vorderster Stelle steht eine gute Anbindung aller Stadtteile an das Stadtzentrum. Ob Copitz, Sonnenstein oder Rottwerndorf - überall gibt es keine vernünftigen Anbindungen für Radfahrer in und zwischen den Stadtteilen. Sie müssen im fließenden Verkehr mitfahren. Das trauen sich ohne einen Schutzstreifen entweder als separater Radweg oder als Markierung auf der Fahrbahn nur wenige zu.

Das heißt, das Radwegenetz muss ausgebaut werden?

Auf jeden Fall! Vor allem müssen die Lücken im Netz geschlossen werden.

Der Bau von separaten Radwegen verschlingt viel Geld. Können da Markierungen auf der Fahrbahn wie auf der Einbahnstraße auch helfen?

Das ist ein Anfang. Solch ein Schutzstreifen ist an manchen Stellen möglich, nicht an allen. So eine Markierung signalisiert den Autofahrern: Pass auf - hier kann etwas anderes kommen als nur motorisierter Verkehr! Interview: Silvio Kuhnert

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.11.2014

Silvio Kuhnert

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