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Die 15-jährige Lina aus Radeberg fliegt als Umweltbotschafterin in den kanadischen Regenwald

Die 15-jährige Lina aus Radeberg fliegt als Umweltbotschafterin in den kanadischen Regenwald

"Der Rucksack ist fast so groß wie ich und trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich zu wenig mithabe", sagt Lina von Wedel. Pullover, Regenjacke und viele warme Sachen sind verstaut.

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Die Schülerinnen Lina von Wedel und Thekla Trausel (v.l.) begeben sich als Umweltbotschafterinnen auf Expedition durch den kanadischen Regenwald.

Quelle: Christian Juppe

Denn während ihre Klassenkameraden vom Humboldtgymnasium in Radeberg in den nächsten Wochen schwitzen, kann es für die 15-Jährige empfindlich kühl werden. Die Schülerin fliegt heute als Umweltbotschafterin nach Vancouver Island in den Westen Kanadas. Bis Ende Juli wird sie dort gemeinsam mit fünf Schülern aus Dresden und Umgebung den Zustand der so genannten temperierten Regenwälder erforschen. Organisiert wurde die Naturschutzexpedition vom Dresdner Verein Wilderness International, der sich u. a. mit Waldpatenschaften und jährlichen Wildnisläufen für den Erhalt der nördlichen Regenwälder einsetzt.

Lina von Wedel wird gemeinsam mit der ebenfalls 15-jährigen Thekla Trausel vom Tharandter Gymnasium eine Projektgruppe bilden. Das Duo möchte die Heilpflanzen untersuchen, die im kanadischen Urwald gedeihen. "Wir legen ein Vergleichsherbarium an und gucken, wie sich die Pflanzen in Gebieten mit Kahlschlag entwickeln", erklärt Lina. Auch wolle sie in Erfahrung bringen, in welcher Art und Weise die Blätter und Wurzeln bei den dortigen Indianern, den Cowichaus, Verwendung finden.

Für Lina ist es das erste Mal, dass sie so lange und so weit von ihrem Zuhause weg sein wird. Eine aufregende Sache: Am Anfang habe sie noch vor den Tieren Angst gehabt, die in der Wildnis leben. Das hat sich geändert. "Auf den letzten Expeditionen wurde immer mindestens ein Bär gesichtet - da freue ich mich schon drauf", sagt das zierliche Mädchen. Die Verhaltensanweisungen, falls einem ein Grizzly begegnet, hat sie studiert: "Auf jeden Fall sollte man nicht wegrennen und ganz ruhig bleiben. Auch sollte man sich im Wald nur in der Gruppe bewegen", erklärt Lina.

Da im Urwald keine Funkantennen stehen, wird die Schülerin lange Zeiten ohne Handy und Internet auskommen müssen. Kein Problem, meint sie: Es werde schön, mal gar nicht erreichbar zu sein und die Natur zu erleben. Da nimmt sie es auch in Kauf, auf einige Glückwünsche zu verzichten. Denn am 14. Juli wird Lina 16 Jahre alt - mitten in der kanadischen Wildnis.

www.wildnispatenschaft.org

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.07.2014

Madeleine Arndt

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