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Diakonische Akademie Moritzburg erhält für „Meine Rechte – meine Stimme“ den sächsischen Innovationspreis

Diakonische Akademie Moritzburg erhält für „Meine Rechte – meine Stimme“ den sächsischen Innovationspreis

das sind zwölf junge Menschen mit einer Behinderung, die mehr wollen, als mitleidig angeschaut werden. Die wollen, dass man sich ihnen nähert,  sich für sie und ihre Rechte interessiert.

Experten in eigener Sache. Wer genau sollte besser wissen,wie es ist, mit einer  Behinderung zu leben, als der Betroffene selbst? Genau deshalb wurden sie in den vergangenen Monaten zu Experten in eigener Sache ausgebildet. Im Rahmen des EUgeförderten Projektes „Meine Rechte – meine Stimme“ haben sie gelernt, wie sie Mitarbeitende in Einrichtungen der Behindertenhilfe schulen können.

Jetzt sind die zwölf nicht nur ausgelernt, sondern auch ausgezeichnet. Für das Projekt erhielt die Diakonische Akademie für Fort- und Weiterbildung Moritzburg  e.V. vom Kultusministerium den diesjährigen Innovationspreis Weiterbildung in Sachsen. Begonnen hatte das Projekt bereits  im Oktober 2011. In sechs europäischen Ländern – neben Deutschland waren Österreich, Großbritannien, Belgien, Ungarn und Bulgarien beteiligt –  wurden selbst betroffene Menschen zur UN-Behindertenrechtskonvention geschult und zu Trainern ausgebildet. Ziel ist es, Mitarbeitern in der Behindertenhilfe  die in der Konvention festgeschriebenen Rechte zu vermitteln. Einen Schwerpunkt legen die deutschen Trainer, die allesamt in den Weißiger erkstätten arbeiten, dabei auf die Themen „Selbstbestimmt leben“, „Wohnen und Familie“, „Mobilität“, „Bildung“ und „Arbeit“. In Form von Rollenspielen, Filmdrehs und offenen Geschichten bringen sie diese näher.

„Die meisten Menschen wissen gar nicht, was wir in den Behindertenwerkstätten machen. Es ist wichtig, damit an die Öffentlichkeit zu gehen,

damit die Leute mehr über uns erfahren. Auch um zu zeigen: Wir sind Menschen wie alle anderen auch“, erklärt Sven Viehrig die Motivation, sich an dem Projekt zu beteiligen. „Ich wünsche mir, dass man uns mehr Verständnis entgegenbringt und die Gesellschaft ihren hohen Anspruch

herunterschraubt. Mit diesem Projekt haben wir die Gelegenheit dazu“, pflichtet ihm Beata Szonert bei, die sich ebenfalls zur Trainerin ausbilden

ließ. Aus ihrer eigenen Sicht könnten sie so die Probleme schildern, mit denen sie tagtäglich konfrontiert werden.Der eingeschränkten Mobilität zum Beispiel, obwohl Dresden Stück für Stück barrierefrei wird, wie Daniel Strehle lobt.

Einher mit dem Innovationspreis geht ein Preisgeld in Höhe von 10 000 Euro. „Das werden wir verwenden, um das Wissen der Trainer immer mal wieder aufzufrischen, die ersten Schulungen in Einrichtungen zu finanzieren und neue Trainer auszubilden“, kündigt Projektleiterin Katrin Sawatzky an. Aus den bisherigen zwölf Trainern sollen perspektivisch 24 werden. Diese sollen in Zweierteams gemeinsam mit einem nicht behinderten Co-Trainer die Schulungen durchführen. Anfragen gebe es bereits genug, sagt Sawatzky. Nicht nur von sächsischen Einrichtungen, sondern bundesweit. Ihren ersten Termin kennen die Trainer bereits: Vom 10. bis zum 13. Februar werden sie in der Diakonischen Akademie in Moritzburg zum Einsatz kommen.

Christin Grödel

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