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Design aus Sachsen - Heimatwerk eröffnet in Bannewitz Kaufhaus für edle Handwerksprodukte

Design aus Sachsen - Heimatwerk eröffnet in Bannewitz Kaufhaus für edle Handwerksprodukte

In Bannewitz hat das Sächsische Heimatwerk ein Kaufhaus für hochwertige Handwerkskunst eröffnet. In der ehemaligen Schule sind neben ausgewählten Designprodukten vor allem Gebrauchgegenstände zu finden, die sächsische Handwerker nach traditionellen Techniken herstellen.

Von insgesamt rund 70 sächsischen Firmen, Künstlern und Kunsthandwerkern seien Waren im Angebot, sagt Gründerin Christine Posch. Die Idee für das Sächsische Heimatwerk sei an die Heimatwerke in Österreich und der Schweiz angelehnt, die dort vor allem den Touristen regionale Souvenirs anbieten, erklärt Posch. Im Sächsischen Heimatwerk allerdings liege das Hauptaugenmerk auf hochwertigen Gebrauchsgegenständen. Preisbewusste Schnäppchenjäger werden in dem Geschäft mit verschiedenen "Showrooms" eher nicht fündig.

"Wir legen großen Wert darauf, dass die Produkte überwiegend in Sachsen gefertigt und nicht nur zusammengebaut werden", betont Mitstreiterin Yana Ratthey, die als gelernte Sattlerin die einzelnen Waren auch unter handwerklichen Gesichtspunkten bewertet. Das Angebot reicht von Möbeln über Reisegepäck, Porzellan, Leinen- und Frotteetüchern, Pflanzbottichen für Garten oder Terrasse, Schmuck, Keramik, Rasierpinseln, diversem Spielzeug bis hin zu Fahrrädern. Darunter sind auch so außergewöhnliche Stücke, wie etwa Lampen aus Leipzig, deren biologisch abbaubarer Thermoplastschirm den Originalabdruck von Schlaglöchern widerspiegelt. In einer kulinarischen Abteilung werden neben Radebeuler Vollbier und regionalen Weinen aus dem Elbtal auch erlesene Schokoladen oder Brennnessel-Produkte aus dem Vogtland angeboten.

Insgesamt haben die beiden Geschäftsfrauen, die zuletzt in der europäischen Modebranche angestellt waren, nach eigenen Angaben rund 100 Firmen und Handwerker in Sachsen besucht und dabei mehr als 50 000 Kilometer zurückgelegt. Die Investitionskosten für den Aufbau ihrer Plattform für regionale Produkte beziffern sie jedoch nicht. Viel lieber berichten die beiden Händlerinnen über ihre Entdeckungen: So hätten sie sogar Handwerkskunst aufgespürt, die sie für längst ausgestorben hielten. Ratthey führt einen Handwerker als Beispiel an, der Horn von Vieh zu Kämmen und anderen nützlichen Gebrauchsgegenständen verarbeitet.

Die in München aufgewachsene Christine Posch selbst sieht sich der familiären Tradition ihres Vorfahren Carl Ernst Mey verpflichtet, der im 19. Jahrhundert von Leipzig aus den Versandhandel in Deutschland begründet hatte.

Im Versandhandel ist das Sächsische Heimatwerk schon seit dem Weihnachtsgeschäft 2012 aktiv, als der Online-Verkauf startete. Posch und Ratthey wollen den Laden in Bannewitz und den Versand zunächst allein bewältigen, später aber solide wachsen. Geöffnet ist das Kaufhaus mit etwa 500 Quadratmetern Verkaufsfläche in der sanierten, einstigen Schule an der August-Bebel-Straße 77 ab 3. Juli immer mittwochs bis sonnabends zwischen 10 und 18 Uhr.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.07.2013

Lars Müller

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