Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Google+
Der schwierige Wiederaufbau nach der Schlammlawine

Der schwierige Wiederaufbau nach der Schlammlawine

Für die 170 Kinder der Meißner Zwergenmühle war es eine besonders schwere Leidenszeit: Den ganzen Sommer über mussten sie sich an Bauzäunen die Nase platt drücken, während vor ihren Augen Stück für Stück ein neuer Spielplatz entstand.

Voriger Artikel
„Der Figur eine Seele geben“ - Meissner Chefplastiker gibt Erfahrung weiter
Nächster Artikel
Winzer spendiert Nachwuchspiloten neue Rennkombis

Eifrige Kita-Kinder weihen die neue Hangrutsche ein.Foto: U. Hofmann

Quelle: Uwe Hofmann

Meißen. Gestern nun konnten sie Hangrutsche, Kletteranlage und Rollerbahn das erste Mal in Beschlag nehmen. Damit ist der letzte größere Schaden, den eine Schlammlawine Ende Mai 2014 im Triebischtal angerichtet hatte, behoben. Einen Schlussstrich unter das Kapitel könne man aber noch nicht ziehen, sagt Bürgermeister Hartmut Gruner (parteilos). "Das wichtigste ist geschafft, jetzt geht es aber noch um die Prävention", sagt er.

In Zahlen drückt sich das so aus: Von den etwa 1,4 Millionen Euro, auf die sich die 15 größten Einzelschäden an Gemeindestraßen summieren, sind bisher zwölf Bauvorhaben mit Gesamtkosten über 1,4 Millionen Euro erledigt. Das größte davon ist ohne Zweifel der Neubau der komplett zerstörten Straße An der Hohen Eifer mitsamt der Kreuzung mit der Talstraße, der im Juli für rund 740000 Euro abgeschlossen wurde. Insgesamt hat die Stadt den durch die Schlammlawine entstandenen Schaden im Sommer 2014 einmal mit 4,2 Millionen Euro angegeben, die sich auf hunderte kleinere und größere Reparaturen verteilen. Neuere Erhebungen gibt es nicht.

Das hat vor allem damit zu tun, dass die Sache ziemlich schwierig ist: Da der Landkreis Meißen wegen der Schlammlawine keinen Katastrophenfall ausgerufen hat, gibt es für die Sanierung keine Sonderförderung. Also müssen die Meißner die jeweiligen Fachförderprogramme anzapfen, die es für Straßenbau und die Kitasanierung gibt. Zwar hat ihnen der Freistaat dort Entgegenkommen signalisiert, trotzdem bleibt ein hoher Verwaltungsaufwand. Umso mehr zeigt man sich in Meißen stolz auf das Geschaffte. Das kann sich beispielsweise an der Zwergenmühle auch sehen lassen. Dort hat man pfiffige Lösungen gefunden, etwa indem man eine Winkelstützwand, die den Hang stabilisiert, zur Mal- und Spielfläche gestaltet hat. Dazu kommt eine Rutsche, die das Hanggefälle ausnutzt, ein kleiner Bolzplatz, Sandkasten und Klettergelegenheiten. Insgesamt hat das 170000 Euro gekostet, wovon Meißen 76000 Euro aus dem eigenen Haushalt decken musste. Auch hier macht sich das fehlende Sonderprogramm bemerkbar: Hochwasserschäden nach der Flut 2013 werden zu 100 Prozent mit Fördermitteln behoben, bei der Schlammlawine darf Meißen je nach Programm auf maximal 90 Prozent Förderung hoffen.

Ähnlich schwierig ist die Verhinderung künftiger Schlammlawinen gelagert. Die Planungen hierzu laufen zumeist noch, zwei laufen aber bereits. So entsteht oberhalb des Kirchbachsteigs ein Regenrückhaltebecken mit einem Volumen für rund 5600 Kubikmeter für rund 200000 Euro. Für rund 100000 Euro wird das Gelände im Bereich Kanonenweg/Korbitzer Straße so modelliert, dass künftig etwa 1000 Kubikmeter Wasser auf den dort liegenden Feldern gehalten werden können.

Uwe Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

25.11.2017 - 08:34 Uhr

Die Oberlausitzer empfangen Einheit Rudolstadt / Kamenz empfängt Wismut Gera

mehr