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Der böse Streich eines Jungenkostete eine Heidenauerin am Ende ihr Auto

Der böse Streich eines Jungenkostete eine Heidenauerin am Ende ihr Auto

Ein Neunjähriger hat am Freitagabend eine gefährliche Kettenreaktion ausgelöst. Er warf einen entzündeten Feuerwerkskörper durch das geöffnete Fenster einer Wohnung in der Güterbahnhofstraße.

Heidenau.

Es kam zum Brand. Weil sich der Mieter sich nicht anders zu helfen wusste, beförderte er die Gegenstände, die in Flammen standen, aus dem Fenster und setzte so ungewollt ein parkendes Fahrzeug vor dem Wohnhaus in Brand.

Mario Springer hatte am Freitag gegen 18.30 Uhr vor seinem Fernseher Platz genommen, um sich ein Video anzuschauen. Doch plötzlich wunderte er sich über einen lauten Knall und ein pfeifendes Geräusch. "Auf dem Video wurde gerade geschossen. Ich konnte nicht glauben, dass meine Soundanlage so täuschend echte Geräusche erzeugen kann", so der 45-Jährige gegenüber DNN. Deshalb habe er das Band zurückgespult. Der vermeintliche Effekt war an der gleichen Stelle des Films zwar nicht mehr zu hören, doch Springer vernahm ein immer lauter werdendes Knistern, das aus seinem Schlafzimmer nebenan kam. Als der Heidenauer ins Schlafzimmer blickte, stand sein Bett bereits in Flammen.

Ursache des Brandes war wohl das, was der Volksmund einen "Dumme-Jungen-Streich" nennt. Nur wenige Minuten zuvor hatte ein Neunjähriger, der mit drei Gleichaltrigen an der Güterbahnhofstraße unterwegs gewesen war, einen Feuerwerkskörper entzündet und ihn durch das offene Fenster des Schlafzimmers von Mario Springer geworfen. Die Matratze des 45-Jährigen fing Feuer.

"Ich habe ein Kissen genommen und versucht, die Flammen zu ersticken", schildert Springer. Doch das Feuer loderte immer wieder auf und ging auf ein Kissen und eine Heizdecke über. Ohne nachzudenken nahm Springer die brennenden Gegenstände und warf sie aus dem Fenster - mit der Absicht, sie so weit auf die Straße zu schleudern, dass das Feuer keinen weiteren Schaden anrichten kann. Unglücklicherweise blieb die Matratze samt Heizdecke und Kissen am Fensterrahmen hängen und landete auf dem Dach eines parkenden VW Polo. Das brennende Bündel rutschte schließlich seitlich von dem Auto ab und entzündete es. "Ich habe den Wagen erst vor vier Wochen gekauft", so Anwohnerin Yvonne Zech entsetzt. Gemeinsam mit einigen Nachbarn gelang es dem aus dem Haus geeilten Mario Springer und dem Lebenspartner der Autobesitzerin, den Brand noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr zu löschen. Der Wagen ist trotz der Bemühungen der Anwohner nur noch Schrott. Verletzt wurde niemand.

Die Kinder, die sich den bösen Streich erlaubt hatten, merkten von all dem nichts. Sie waren danach einfach weiter gelaufen. Erst später seien sie von einer Zeugin zum Unglücksort zurückgeholt worden. Die Polizei ermittelt nun wegen Brandstiftung und schätzt den entstanden Schaden auf 2000 Euro. "Ich werde die Kosten dafür übernehmen müssen", meint Mario Springer zerknirscht "Die Kinder sind ja nicht strafmündig."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.11.2014

Susann Schädlich

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