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Der Zebrastreifen bleibt - vorerst: Stadt überlegt von vorn über den Fußgängerüberweg in Altkötzschenbroda

Der Zebrastreifen bleibt - vorerst: Stadt überlegt von vorn über den Fußgängerüberweg in Altkötzschenbroda

Im Streit um den Fußgängerüberweg in Altkötzschenbroda können die Anwohner offenbar einen ersten Erfolg verzeichnen. Von einem Abbau der Beschilderung, der eigentlich noch in dieser Woche vorgesehen war, ist jetzt zumindest keine Rede mehr. "Die Entscheidungsfindung dazu läuft noch", sagte Ingolf Zill, Radebeuls Sachgebietsleiter für Verkehrsangelegenheiten.

Die Stadt hatte schon die weißen Streifen vom Asphalt fräsen lassen, weil sie den Zebrastreifen in Altkötzschenbroda aufgeben wollte. Die Schilder sollten folgen, was beherzte Anwohner aber ganz offenbar verhindert haben: Sie haben aus Protest mit weißer Farbe den Zebrastreifen wieder auf die Fahrbahn gepinselt (DNN berichteten). Dieses Provisorium wird von der Stadtverwaltung nun allem Anschein nach nicht angetastet, bis eine endgültige Entscheidung getroffen ist. Die hängt wohl vor allem vom Geld ab. Um neuen Richtlinien zu entsprechen, muss der Fußgängerüberweg überarbeitet werden, so wie es bei zehn anderen im Stadtgebiet schon geschehen ist. Dazu gehört u.a., dass der Überweg beleuchtet wird und die Bordsteine in dem Bereich abgesenkt werden. Zill schätzt die benötigten Kosten auf 8000 bis 10 000 Euro. Keine Riesensumme also, aber doch ein Betrag, der im Haushalt erst einmal aufgetrieben sein will.

Das wollte man sich in der Stadtverwaltung bisher sparen. Auch, weil der Zebrastreifen nicht wirklich nötig sei, so die Lesart der Verwaltung. So sei laut einschlägiger Richtlinie ein Zebrastreifen in Tempo-30-Zonen wie Altkötzschenbroda "in der Regel entbehrlich", wie Verkehrsfachmann Zill erläutert. Außerdem sei die Straße nicht übermäßig stark befahren. 2700 Fahrzeuge gibt die amtliche Statistik für diese Stelle am Tag an, in Spitzenstunden rund 270 Fahrzeuge. Diese liegen allerdings zwischen 17 und 19 Uhr - einer Zeit, in der Kindergarten- und Schulkinder kaum unterwegs sein dürften, wie Zill meint. Für diese vor allem fordert die Bürgerinitiative Altkötzschenbroda im Namen der Anwohner den Erhalt des Zebrastreifens und bringt noch ganz andere Argumente in die Diskussion. So hielten sich die wenigsten Autofahrer an das Tempo 30, was einen sicheren Überweg umso notwendiger mache.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.09.2014

Uwe Hofmann

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