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Der Verein Akubiz aus Pirna feiert 15-jähriges Bestehen

Engagement für Demokratie Der Verein Akubiz aus Pirna feiert 15-jähriges Bestehen

Im Herbst 2001 entstand unter Jugendlichen aus Pirna und der Umgebung die Idee, einen eigenen Verein zu Gründen. Seit nunmehr 15 Jahren ist Akubiz fester Bestandteil der Bildungs- und Kulturlandschaft in der Sächsischen Schweiz. Zum Geburtstag bringen die Vereinsmitglieder einen neuen Comic gegen Engstirnigkeit heraus.

Seit 2012 hat der Verein Akubiz sein Domizil in der „Kulturkiste K2“ an der Kirchgasse in Pirnas Altstadt. Dort bieten Steffen Richter und Anne Nitschke vom Vorstand Veranstaltungen zur Erinnerungs- und Demokratiearbeit an.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Unermüdliche Erinnerungs- und Demokratiearbeit sowie Engagement gegen Diskriminierung und Intoleranz – dafür steht seit 15 Jahren der Verein Alternatives Kultur- und Bildungszentrum (Akubiz) in Pirna. Im Jahr 2001 trafen sich Jugendliche an der Feuerstelle an der Elbe und beschlossen einen Verein zu gründen. „Wir wollten einen Schutzraum organisieren und bieten“, erinnert sich Steffen Richter. Der Vereinschef war bei der Gründung dabei und hat nicht vergessen, wie damals die Neonazi-Organisation „Skinhead Sächsische Schweiz“ die Region terrorisierte.

Ein Jugendaustausch mit der polnischen Stadt Walim war das erste große Projekt, was die jungen Leute damals auf die Beine stellten. Es folgten weitere Bildungsreisen ins Ausland, bis der Verein mit Geschichts- und Gedenkarbeit im Landkreis Sächsische Schweiz aktiv wurde. „Auf unserer Suche nach eigenen Räumen sind wir immer mehr zu einem Kulturverein geworden“, berichtet Richter. Sie initiierten ein antirassistisches Fußballturnier, dass zum Vereinsgeburtstag als Kickerturnier seine 10. Auflage erlebt. Zum 10. Mal wandern sie im kommenden Mai auf den Spuren der „Roten Bergsteiger“ und halten so neben Publikationen zu diesem Thema das Gedächtnis an den in ihrer Heimat stattgefundenen Widerstand gegen das NS-Regime wach. Sie veranstalten Solidaritätskonzerte, Vorträge, Ausstellungen, Zeitzeugengespräche und Lesungen. Über 300 Veranstaltungen haben sie in den zurückliegenden Jahren selbst organisiert – eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass die Vereinsarbeit von sechs aktiven Mitgliedern im Ehrenamt getragen wird.

Seit März besitzt Akubiz mit der „Kulturkiste“ eigene Vereinsräume in der Klostergasse in Pirnas Altstadt. Ergebnis der jüngsten Vereinsarbeit ist beispielsweise der fünfte Flyer in der Serie zu Konzentrationslagern in der Sächsischen Schweiz. Er thematisiert das KZ-Außenlager Porschdorf und ist in einer Auflage von 2000 Stück jetzt erschienen. Aber nicht nur analog informiert Akubiz über diese Orte des Leids und der NS-Verbrechen. Auf der Internetseite gedenkplaetze.info pflegt der Verein in einen digitalen Atlas Informationen über Gedenkorte ein, so auch über Spuren jüdischen Lebens in Pirna. Zudem bringt Akubiz in einer Auflage von 20000 Stück aktuell den Comic „Nichts Neues aus Sachsnitz“ heraus, es ist der zweite in der Vereinsgeschichte.

Von Silvio kuhnert

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