Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Der Uhrenhersteller A. Lange und Söhne baut in Glashütte bis Frühjahr 2015 eine neue Manufaktur

Der Uhrenhersteller A. Lange und Söhne baut in Glashütte bis Frühjahr 2015 eine neue Manufaktur

Die Uhrenmanufaktur A. Lange und Söhne baut an. Am Standort in Glashütte entsteht ein neues Produktionsgebäude. Die Rohbauarbeiten sind voll im Gange.

Voriger Artikel
Skulpturensommer ist zurück - Plastiken stehen wieder in Schaufenstern der Pirnaer Altstadt
Nächster Artikel
Bunt und vielseitig: Coswiger Gymnasiasten stellen auf der Karrasburg aus

Die Visualisierung veranschaulicht die neue Lange-Manufaktur, die auf dem Gelände der ehemaligen Müglitzbrauerei in Glashütte bis Frühjahr 2015 entsteht. Über eine Brücke über die Altenberger Straße wird sie mit dem bereits bestehenden Produktionsgebäude "Lange II" verbunden sein.

Quelle: Visualisierung: A. Lange und Söhne

Glashütte. "Es ist ein spannendes Projekt - neben einer anspruchsvollen Bauaufgabe wird der Termin die größte Herausforderung darstellen", sagte Matthias Seifert, Projektleiter bei Wolff & Müller. Das Dresdner Bauunternehmen errichtet die neue Produktionsstätte auf dem Gelände der ehemaligen Müglitzbrauerei. Bis November sollen die Hüllen des Hauses stehen. Im Anschluss beginnt der Innenausbau. Der wird das gesamte kommende Jahr andauern. "Die Einweihung des Gebäudes wird im Frühjahr 2015 stattfinden", informierte Katrin Meusinger, Sprecherin des Uhrenunternehmens.

Mit dem Neubau möchte der größte Arbeitgeber der Stadt mehr Platz für seine Uhrmacher schaffen. Rund 600 Mitarbeiter beschäftigt der Traditionsbetrieb. Zurzeit sind sie über mehrere Gebäude verstreut. "Zukünftig werden alle Bereiche der Uhrwerksmontage und die Maschinen für die Herstellung der filigranen Einzelteile im neuen Gebäude untergebracht", berichtete Meusinger. Damit möchte das Unternehmen vor allem Produktionsabläufe und Arbeitsbedingungen optimieren. Um rund 5400 Quadtratmeter Nutzfläche wächst der Betrieb.

Das neue Betriebsgebäude besteht aus zwei Teilen und ist mit einer Brücke über die Altenberger Straße mit dem bestehenden Manufaktur-Komplex "Lange II" verbunden. "Zur Straße hin erhält die Teilefertigung auf drei Etagen neue Räume. Im hinteren Gebäudeteil entstehen fünf Stockwerke für die Uhrmacher-Werkstätten", so Meusinger. Der Luxusuhrenhersteller investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in den Neubau.

Bereits im September 2012 fiel der Startschuss mit dem symbolische ersten Spatenstich. Nach dem Ausheben der Baugrube folgten intensive Bohrungen. Glashütte ist auf Phyllit gebaut. Das Gestein verfügt über einen hohen Quarzanteil und hat dadurch eine hohe Dichte und kann Wärme gut leiten. Diese Eigenschaften und Fähigkeiten des Untergrunds möchte die Uhrenmanufaktur für die Energiegewinnung aus Erdwärme nutzen. 57 Mal drangen die Bohrer in 125 Meter Tiefe vor. Über Sonden und Wärmepumpen wird im Winter die Erdwärme zum Heizen genutzt. Der Boden kühlt sich dadurch leicht ab, was in den Sommermonaten der Kühlung des Gebäudes zugute kommt. Die durch die Maschinen erzeugte Wärme wird per Sonde nach unten geschickt. Der Boden heizt sich wieder für die Wintermonate auf.

Der Luxusuhrenhersteller möchte so rund 50 Prozent der Energiekosten gegenüber herkömmlichen Heizsystemen mit fossilen Energieträgern sparen. Die Wärmepumpen werden mit Ökostrom angetrieben. Dadurch arbeite die neue Lange-Manufaktur CO2-frei und leiste einen Beitrag zum Klimaschutz.

1845 legte der Dresdner Uhrmacher Ferdinand A. Lange den Grundstein für die sächsische Feinuhrmacherei. Uhren aus dem Traditionsunternehmen sind weltweit gefragt. Es gibt Händler und Boutiquen auf sechs Kontinenten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.07.2013

Silvio Kuhnert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr