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Der Radebeuler Spitzhaustreppenlauf geht weiter - Ulf Kühne ist neuer Chef

Der Radebeuler Spitzhaustreppenlauf geht weiter - Ulf Kühne ist neuer Chef

Ulf Kühne macht's. Der Extremläufer aus dem Radebeuler Ortsteil Wahnsdorf beerbt Christian Hunn als Organisator des Spitzhaustreppenlaufs. Dieser hatte kurz nach der zehnten Ausgabe des "Sächsischen Mt.

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Ulf Kühne in Aktion. Mehrfach schon hat der Wahnsdorfer zweite Plätze beim Spitzhaustreppenlauf geholt. Jetzt ist er die Nummer 1: Er hat die Organisation des Extremlaufs von dessen Erfinder Christian Hunn übernommen.

Quelle: Carola Fritzsche

Everest Treppen-Marathons" im April dieses Jahres seinen Rücktritt erklärt. Gerüchte machten die Runde, dass das gleichzeitig das Ende der in der internationalen Lauf- szene etablierten Veranstaltung sei. Die sind jetzt aus der Welt. "Ich habe künftig bei der Organisation den Hut auf", bestätigt der 43-jährige Kühne den DNN. Wobei er sich auf einen fließenden Übergang geeinigt habe. Ihm zur Seite steht der Radebeuler Sozialarbeiter Peter Heilsberg, der schon seit Jahren zum Organisationsteam gehört. Hinter den Kulissen unterstützt der Treppenlauf-Erfinder Christian Hunn zumindest in der nächsten Zeit.

Der Fortbestand des Spitzhaustreppenlaufs bedeutet allerdings weitaus mehr als nur eine Personalie. Kühne hat als einen der wichtigsten ersten Schritte ein neues Konzept geschrieben und damit die Stadt mit ins Boot geholt. Die soll sich nach dem Willen von Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) künftig finanziell am Extremlauf beteiligen. "Wir halten den Spitzhaustreppenlauf für immens wichtig", begründet der OB. Die Stadt wolle einerseits für gestiegene Kosten in die Bresche springen, sagt Wendsche. So habe das Technische Hilfswerk seine Unterstützung beim Lauf stets als Übung deklariert und sei entsprechend kostengünstig zu haben gewesen. Damit sei nun aber Schluss, wie Wendsche sagt. Zum anderen "haben die bisherigen Organisatoren immer finanziell zugesetzt", sagt er. Ein Umstand, den Hunn selbst gegenüber den DNN allerdings nie bestätigen wollte.

Über die Art und Höhe des Zuschusses ist derzeit noch nichts in Erfahrung zu bringen. Dafür sei es noch zu früh, begründet Wendsche. Es handele sich allerdings "nicht um eine siebenstellige Summe", wie der OB beschwichtigt. Da man die Veranstaltung "auf eine nachhaltige Basis stellen" wolle, wie Wendsche sagt, wird eine Vereinbarung über wenigstens drei, besser fünf Jahre angestrebt. Da städtische Zuschüsse ab einer Höhe von 1000 Euro vom Stadtrat beschlossen werden müssen, haben die neu gewählten Stadträte noch ein Wörtchen mitzureden. Vor dem Oktober wird ein entsprechender Beschluss aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zustande kommen.

Umso mutiger ist es, dass die neuen Organisatoren bereits ab September Meldungen für den nächsten Spitzhaustreppenlauf annehmen, der am 18. und 19. April 2015 stattfinden soll. Auf die Sportler kommen dabei einige Neuerungen zu, die vor allem darauf gerichtet sind, die Attraktivität des Treppenlaufs für das Publikum zu erhöhen. So gewinnt künftig derjenige, der innerhalb von 24 Stunden die meisten Runden auf der Treppe läuft. Das hat zur Folge, dass die Sieger künftig Sonntagnachmittag ins Ziel laufen und nicht schon irgendwann zwischen 5 und 6 Uhr früh. Es bedeutet aber auch eine Abkehr von der eigentlichen Idee, die darauf beruht, in 100 Runden genau 8848 Meter hinab und wieder hinaufgestiegen zu sein, so als haben man den Mount Everest bezwungen. Gleichzeitig wird dabei die Laufstrecke eines Doppelmarathons zurückgelegt.

"Wir wollen das jetzt probieren", sagt Ulf Kühne, der als Selbstständiger schon länger im Gespräch um die Nachfolge als Organisations-Chef war. Für ihn bedeutet das Amt allerdings, dass er künftig als Läufer etwas kürzer treten muss. Kühne ist als Lokalmatador schon mehrfach an den Start gegangen. In diesem Jahr hat es wie so oft für Platz zwei hinter dem souveränen Sieger Andreas Allwang gereicht. "Ich habe mich mit Peter Heilsberg, der ja auch mitläuft, so geeinigt, dass wir uns immer abwechseln werden", sagt Kühne. Im nächsten Jahr geht er an den Start. Ist die Motivation dann besonders groß? "Ach, das ist sie beim Treppen-Marathon eigentlich immer", antwortet Kühne.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.08.2014

Uwe Hofmann

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