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Der Blick aus dem Fenster - "Solo"-Ausstellung von Felix Lippmann

Der Blick aus dem Fenster - "Solo"-Ausstellung von Felix Lippmann

Meißen. "Solo" heißt eine Ausstellung mit Bildern und Grafiken des Dresdners Felix Lippmann, die der Kunstverein Meißen am Sonntag, 11 Uhr, im Bennohaus eröffnet.

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Felix Lippmann vor dem Bild "Am Nickerner Wäldchen III" (2014) bietet ein breites Spektrum an Stilen, beschäftigt sich aber vor allem mit Landschaftsbildern.

Quelle: Uwe Hofmann

"Landschaftsbilder und Schriftbilder" beschreibt der 1982 in Dresden geborene Lippmann das, was zu sehen ist. Nach seinem Abschluss an der dortigen Hochschule für Bildende Künste habe er in einer Findungsphase vor allem zur Landschaft gefunden. "Sie ist mir das Nächste, weil sie mich umgibt und mir vertraut ist", sagt er. So habe ihm zunächst der Blick aus dem Fenster Halt gegeben, später zog er immer weitere Kreise. Oft führen ihn seine Wanderungen, bei denen er mit Zeichenkohle festhält, was ihm ins Auge fällt, in die Gegend zwischen Dresden-Nickern, Dippoldiswalde und Kreischa. "Das ist eine spektakuläre Landschaft, die aber so nicht wahrgenommen wird, auch nicht von den Menschen, die dort wohnen", sagt er.

Davon zeugt etwa das großformatige Gemälde "Am Nickerner Wäldchen III", das einen Frühlingstag bannt. Flächig und farbig zeigt es, dass Lippmann ein "sportlicher Maler" ist, wie er es nennt. Er mag bei großen Formaten die schwungvolle, ausholende Bewegung. Ganz anders wirkt dagegen eine Serie mit Kleinformaten, die allesamt auf einer Alpenwanderung ausgemachte Motive zeigen. Die vergleichsweise gegenständlichen Darstellungen haben vor allem die unterschiedlichen Stimmungen zum Thema, die im Alpenraum mit der Lichtwirkung und den Wettereinflüssen zusammenhängen. Das sieht sehr gefällig, wenn auch nicht kitschig aus. Verrätselt wirkt ein Triptychon, weil in dieser Ansicht des Berges Wilich viele Stimmungen vereint sind, durch die bewusste Verteilung auf drei Leinwände aber auch wieder getrennt sind. Ein Prinzip, mit dem Lippmann derzeit spielt, wie er verrät. So schwebt ihm eine auf vier Leinwände verteilte Landschaft vor, die sich vom Eigentümer auflösen lässt, indem er die Leinwände frei kombinieren kann.

Einen ganz anderen Stil verfolgt Lippmann, der sich bewusst so viele Freiheiten wie möglich erlauben will, bei seinen Schriftbildern. Die sind angestoßen durch die vielen Schmierereien im Straßenbild, die mehr oder weniger gekonnt sind, aber alle etwas ausdrücken sollen. Lippmann nutzt seine Schriftzeichen als Linie, die im Auge des Betrachters zum Symbol wird. Mal sind sie lesbar, mal dienen sie als Textur oder Ornament. Eingesetzt werden sie vor allem in der Grafik, aber auch in der Malerei.

bis 8. November, Vernissage So. 11 Uhr, Meißen, Markt 9, Di.-Fr. 11-18 Uhr, Sa. 10-15 Uhr, Eintritt frei

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.09.2014

Uwe Hofmann

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