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Der 38. Radebeuler Grafikmarkt findet am Sonntag wieder in der Elbsporthalle statt

In Radebeul-West angekommen Der 38. Radebeuler Grafikmarkt findet am Sonntag wieder in der Elbsporthalle statt

Kann Kunst in den trüben Novembertagen noch jemanden hinter dem Ofen hervorlocken? Eine Frage, die Stadtgaleristin Karin Baum mit einem klaren „Ja“ beantworten kann, zumindest wenn sie die Erfahrungen des vergangenen Grafikmarkts zugrunde legt.

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Begegnungen auf dem Grafikmarkt: Kunstfreund Karl Uwe Baum im Gespräch mit dem Maler und Grafiker Christian „URI“ Weber.

Quelle: Stadtgalerie Radebeul

Radebeul. Kann Kunst in den trüben Novembertagen noch jemanden hinter dem Ofen hervorlocken? Eine Frage, die Stadtgaleristin Karin Baum mit einem klaren „Ja“ beantworten kann, zumindest wenn sie die Erfahrungen des vergangenen Grafikmarkts zugrunde legt. Rund 3000 Besucher kamen vor Jahresfrist zur sanierungsbedingt vom Rathaus in Radebeul-Ost in die Elbsporthalle auf der Festwiese in Radebeul-West verlegte künstlerische Leistungsschau. „Mehr wäre auch gar nicht gegangen“, sagt Baum über den „vollen Erfolg, der unsere Erwartungen übertroffen hat“. Wenigstens bis 2018 – dann scheidet die Stadtgaleristin altersbedingt aus ihrem Amt – bleibt der Grafikmarkt deswegen in Radebeul-West. Der nächste, es ist der insgesamt 38., findet entsprechend am Sonntag, von 10 bis 18 Uhr, in der Elbsporthalle statt.

Im Vergleich zum Vorjahr gibt es ein paar kosmetische Veränderungen etwa bei der gestiegenen Zahl von Durchgängen zwischen den Ständen, ansonsten bleibt man beim 2015 erstmals ausprobiertem Konzept. Dabei zahlen die Künstler eine moderate Standmiete von 35 Euro pro Tag und sind selbst für den Verkauf ihrer Kunstwerke verantwortlich. Das sorgt dafür, dass Künstler und Interessierte am Stand über die jeweiligen Arbeiten gebeugt ins Gespräch miteinander kommen können. Der Grafikmarkt als „zentraler Treff für Leute, die sich für Kunst interessieren und sich darüber austauschen wollen“, wie Baum sagt. Diese konzeptionelle Änderung gegenüber dem alten Zustand, bei dem Rathausmitarbeiter den Verkauf organisierten und mühselig unter Einbehaltung eines Verwaltungsanteils abrechneten, wird von den besseren räumlichen Gegebenheiten flankiert. So ist die Elbsporthalle barrierefrei und verfügt über ein ausreichendes Angebot an Parkplätzen vor der Haustür.

Mehr als 100 Künstler stellen am Wochenende ihre Arbeiten aus, davon kommt etwa ein Drittel aus Radebeul, eines aus Dresden und ein weiteres aus der Region, vor allem Meißen und Klippenstein, manch weitgereister auch aus München. Außerdem gehören zu den etwa 4000 ausgestellten Werken auch Arbeiten aus Künstlernachlässen, so von Georg Richter-Lößnitz (1891-1938), Horst Hille (1941-2015), Gottfried Körner (1927-2015) und Günter Schmitz (1909-2002). Die Preisspanne reicht von einem Euro für kleine Spielereien bis zu etwa 1000 Euro.

Rund 900 Quadratmeter Fläche stehen in der Elbsporthalle zur Verfügung und das wirkt sich aus. So sind neben dem Grafikmarkt ergänzenden Ständen, etwa einem der Stadtgalerie, einem der Rahmenwerkstatt Kruschel oder einem der Ladengalerie „art+form“ auch andere Vertreter aus Kunst und Kultur vertreten. Es präsentieren sich unter anderen das Radebeuler Stadtarchiv, das Magazin „Vorschau und Rückblick“, der Notschriften- und der Zündblättchenverlag sowie der Förderverein Internationales Wandertheaterfestival, was einen Überblick über die regionale Kunstszene ermöglicht. Außerdem gibt es eine große Packstation und ein Künstlercafé, das der Bildhauer Detlef Reinemer gestaltet hat.

Von Uwe Hofmann

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