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Defekte Heizanlage setzt „Bergschloss“ in Friedewald in Brand

Großbrand im Messi-Haus Defekte Heizanlage setzt „Bergschloss“ in Friedewald in Brand

Ein einfacher Kellerbrand hat sich gestern im Moritzburger Ortsteil Friedewald zu einem Großbrand entwickelt, der zeitweise mehr als 70 Feuerwehrleute beschäftigt hat. Der Grund: „Das Haus ist ziemlich zugestellt mit Sachen“, wie es Einsatzleiter Klaus Schiffner ausdrückte.

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Moritzburg. Ein einfacher Kellerbrand hat sich gestern im Moritzburger Ortsteil Friedewald zu einem Großbrand entwickelt, der zeitweise mehr als 70 Feuerwehrleute beschäftigt hat. Der Grund: „Das Haus ist ziemlich zugestellt mit Sachen“, wie es Einsatzleiter Klaus Schiffner von der Freiwilligen Feuerwehr Moritzburg gestern vornehm ausdrückte. Man könnte auch von einem Messi-Haus sprechen, wie es gestern viele von Schiffners Kameraden hinter vorgehaltener Hand taten. Unter Feuerwehrleuten sind Häuser, die derart mit Dingen vollgestopft sind, dass man Räume und Flure kaum noch als solche erkennen kann, nicht gerade beliebt. Was vor allem daran liegt, dass die Feuerwehrmänner in den verrauchten Räumen weder Eingang noch Ausgang erkennen können, wenn sämtliche Wege verstellt sind. Außerdem bedeutet allerhand Material in den Innenräumen eines Hauses auch jede Menge Nahrung für ein Feuer. Entsprechend schlugen gestern die Flammen mitunter aus dem oberen Geschoss des Wohnhauses an der Karlstraße, in dessen Fassade der schöne Name „Bergschloss“ eingelassen ist.
Allerdings kann auch die nicht gerade ideale Alarmierung der Feuerwehr ihren Anteil daran haben, dass sich der Brand derart entwickelte. So zuckten Manfred und Sonja Rentzsch gestern gegen 9.30 Uhr beim Frühstück wegen einem lauten Knall zusammen, wie die direkten Nachbarn des Brandhauses berichteten. „Ich bin dann raus nachsehen, da kam schwarzer Rauch aus dem Keller des Nachbarhauses“, rekapituliert Manfred Rentzsch. Nachdem andere Nachbarn auch auf die Straße gelaufen sind, habe man gemeinsam mal nachgesehen und im Grundstück den Besitzer und einzigen Bewohner des „Bergschlosses“ angetroffen. „Der hat mit dem Gartenschlauch gelöscht und alle wieder weggeschickt“, sagt Manfred Rentzsch. Hilfe habe er keine annehmen wollen und auch keinen Notruf an die Feuerwehr abgesetzt. Das haben dann Anwohner übernommen, denen etwas mulmig zumute wurde. Kurz vor zehn ging der Notruf ein, ist aus dem Polizeibericht zu entnehmen. Die drei Kameraden, die als erste am Brandort waren, hatten dann alle liebe Mühe, den Besitzer aus dem brennenden Haus zu holen. Erst nach mehrfacher Aufforderung verließ er das mit Rauchschwaden verhangene Haus, wohnte anschließend mit rußschwarzem Gesicht und einem Kopfverband den Löscharbeiten bei.
Die Brandursache war relativ schnell klar: Ein Defekt in der Ölheizung des Hauses, die durch einen elektrischen Zünder gesteuert wird. Dass die Brand-entstehung etwas mit der durch Bauarbeiten verursachten, geplanten Ab- und Zuschaltung der Stromversorgung im Gebiet zu tun hat, wollte gestern niemand bestätigen. Die Anwohner vermuten es. Sie haben während des Brandes auch mehrfach einen lauten Knall gehört und vermuten, dass im Brandhaus Munition hochgegangen ist. Der Besitzer des Bergschlosses sei im Besitz eines Waffenscheins und habe Waffen und Munition im Haus gelagert, meinen sie. Die Polizei wollte das nicht bestätigen.
Der Brand hat sich zwischenzeitlich ziemlich dramatisch entwickelt. „Die Decken sind teilweise eingestürzt, so dass wir nur noch von außen löschen können“, berichtete Einsatzleiter Schiffner gestern Nachmittag bei einer schnellen Zigarette. „Das kann jetzt noch lange dauern“, urteilte er deshalb und wegen der vielen brennbaren Dinge im Haus. Deren Besitzer ist unter den Nachbarn sehr beliebt, auch wenn er offenbar niemanden in sein Zuhause gelassen hat. Bei Familie Rentzsch sei er aber öfter zu Gast gewesen. „Er war immer sehr hilfsbereit“, sagt Manfred Rentzsch. „Wenn man mal etwas brauchte, hat er immer nur gesagt, dass er mal nachsehen wolle und dann hat er es mit Sicherheit gehabt“, fügt er an.

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