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Deckensturz: Dachtragewerk der Börse Coswig wird repariert

Deckensturz: Dachtragewerk der Börse Coswig wird repariert

Die Börse Coswig wird die Bauarbeiter nicht mehr los. Nachdem in der Sommerpause des Vorjahres die Fassade für rund 180 000 Euro grundhaft erneuert wurde und das Veranstaltungshaus Anfang des Monats vorübergehend gesperrt werden musste, weil sich im großen Saal Putz von der Decke gelöst hatte (DNN berichteten), tut sich nun die nächste Baustelle auf.

Dabei handelt es sich um eine Reihe kleinerer Reparaturen am Dach- und Deckentragewerk über dem Saal, die aber laut einer Mitteilung von Jörg Morgenstern nichts mit dem Deckensturz zu tun haben. Der Geschäftsführer des Eigenbetriebs Kommunale Dienste ist für die Verwaltung der städtischen Liegenschaft zuständig.

Zusammenhänge gibt es jedoch zwischen der neuen Baustelle, die in der nächsten Woche eröffnet wird, und der Fassadensanierung des Vorjahres. Dabei hatte man Risse im Mauerwerk festgestellt, die auf statische Probleme schließen ließen. Deshalb nahm in den vergangenen Wochen der Statiker Stephan Kobisch vom Dresdner Büro Quadroplan das Deckentragewerk über dem Börsesaal unter die Lupe. Er war übrigens auch gerade mit einer dieser Untersuchungen im Dachgeschoss beschäftigt, als sich gewissermaßen unter seinen Füßen das Putzstück löste, das der Börse knapp eineinhalb Wochen Sperrung einhandelte. Zusätzlich zur Begutachtung hat man die Tragfähigkeit des gesamten Dachstuhls mit aufwändigen Berechnungsmethoden geprüft. Auch ein Holzschutzgutachter wurde hinzugezogen.

Im Ergebnis haben die Experten viele statische Mängel festgestellt, von denen aber keiner die Standsicherheit des Gebäudes gefährdet. Nichtsdestotrotz müssen sie beseitigt werden, auch um die frisch sanierte Fassade vor Schäden zu schützen. Dazu werden in den kommenden Wochen Balken ausgetauscht und verstärkt. Zusätzlich werden Konstruktionen aus Stahl eingebaut, um die Windstabilität des Dachstuhls zu erhöhen. Dabei werden auch Verbindungen zwischen der alten hölzernen Tragkonstruktion und der aus der Zeit der Generalsanierung 1993 stammenden stählernen Verstärkungskonstruktion überarbeitet und ergänzt. Dies ist nicht zuletzt deshalb notwendig, weil das gesamte Dachtragwerk durch den Austausch der Dachdeckung aus Bitumenschindeln gegen eine Schieferdeckung im Jahr 1998 deutlich höher belastet ist. Da sich die Maßnahmen auf das Dachgeschoss beschränken, kann während des regulären Veranstaltungsbetriebes gearbeitet werden - nur unmittelbar zu Proben oder Veranstaltungen werden die Arbeiten unterbrochen. Morgenstern schätzt, dass die Reparatur zwischen 40 000 und 50 000 Euro kosten wird.

Vermutlich die Hälfte kostet dagegen die Instandsetzung der kaputten Börsedecke, die Vlies gesichert ist. Sie wird allerdings erst in der Sommerpause beginnen, weil dafür Gerüste im großen Saal aufgestellt werden müssen. Neben der Restaurierung der Stuckdecke gehört auch die Dämmung dazu. Sie soll verhindern, dass Feuchtigkeit zu einem erneuten Pilzbefall in der Decke führen kann. Nach dem Urteil eines Holzschutzgutachters ist der weiße Porenschwamm als Verursacher des Deckensturzes ausgemacht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.02.2015

Uwe Hofmann

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